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Thema: i5 und SQL

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  1. #1
    Registriert seit
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    für create table spricht:
    - Industriestandard, der im DB2/400 (mitttlerweile) besser unterstützt wird als die (native) Methode DDS
    - mehr Möglichkeiten Prüfungen in die Datenbank zu verlagern
    - Indexdesign ist (bei Verwendung von SQL zum Zugriff) völlig unabhängig von der Anwendung.

    Pflege der fetch Statements:
    - identisch zu record level acces, bei richtiger Vorgehensweise sollte maximal ein recompile erforderlich sein (bei rpg externe Datenstruktur und Verwendung select * into :externeDS, sollte cobol auch können ?!)

    zur Performance:
    - hier werden ganze Artikel über Micro Sekunden und Millisekunden geschrieben, das ist alles Banane (in Worten: a l l e s B a n a n e !!!)
    - Voraussetzung für flotte SQL Zugriffe ist ein passendes Index Design! erforderliche Zugriffspfade müssen halt da sein, sonst gehts auf die Dörfer!
    - vorteilhaft sind bei SQL Mengen orientierte Zugriffe (Cursor statt select into, blocken, wenn möglich, join Operationen statt Daten zusammen klappern)
    - bei obigen Voraussetzungen kann SQL durch pre fetching (asynchronous database i/o stattt synchronous), was rla nur bei sequentieller Verarbeitung kann, Vorteile herausholen.
    - bei den genannten Voraussetzungen kann SQL mehr CPU nutzen und in Geschwindigkeit umsetzen als RLA, braucht allerdings auch etwas mehr (Daumen: 10%), um gleich schnell zu sein.
    - den größten Performance Vorteil hat SQL bei der Programmierer Performance und da umso mehr je konsequenter man die Vorteile nutzt und je weniger man sich mit Randeffekten beschäftigt (wer prüft wann was, wann und wie wandert der open ins Klo, warum kommt Evi nicht und solchen Kram).
    - Unterstützung liefert SQL auch für das Schreiben von stabilen Anwendungen durch umfassendere Prüfungen zur Compile Zeit (das ist der Hauptaspekt der Prüfungen!!!) und durch enge Typprüfung, sowie durch einfacheren Einsatz von Commit Steuerung (was allerdings gerade bei SQL unbedingtes Muss ist)

    D*B

    Zitat Zitat von wolfinho Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    wir sind gerade dabei ein neues Datenbank-Modell zu erstellen. Hierbei stellt sich die Frage, wie die Tabellen deklariert werden. Direkt über SQL mit "create table" oder über DDS ? Wird eine der Varianten bevorzugt ?

    Desweiteren wollen wir mit COBOL-Programmen auf die Datenbanken zugreifen. Hierzu meine ich in Erinnerung zu haben, daß embedded SQL der Dateiverarbeitung vorzuziehen ist, da bessere Performance. Aber die Datenbanken sind sehr mächtig (viele Spalten) und das Fetch-Statement zu erstellen frisst in solchen Fällen richtig viel Zeit. Desweiteren muss das Fetch-Statement auch immer gepflegt werden, bei Datenbankänderungen. Daher bin ich mir jetzt unsicher geworden, ob es vielleicht doch nicht besser wäre wieder auf die Dateiverarbeitung zurückzukehren.

    Was meint Ihr dazu ?

    Viele Grüße
    AS400 Freeware
    http://www.bender-dv.de
    Mit embedded SQL in RPG auf Datenbanken von ADABAS bis XBASE zugreifen
    http://sourceforge.net/projects/appserver4rpg/

  2. #2
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    20.865
    @Birgitta
    Bei DDS-Dateien erfolgt in COBOL mit Native-IO auch keine Prüfung auf ungültige Inhalte!
    Die Schrottdaten die ich geschrieben habe bekomme ich beim Lesen genauso zurück.

    Bei SQL-Tables darf ich auch in COBOL keine ungültigen Daten schreiben, das ist korrekt.
    Der Unterschied zwischen COBOL und RPG ist i.W. der, dass COBOL mit den originären Dateipuffern arbeitet, währen RPG zusätzliche Moves von/zum Puffer einbaut.

    Betrachte ich nun die Validierungsebenen so erhalte ich in RPG mehr als in COBOL.
    RPG Lesen:
    Chain/Read in internen Puffer ohne Validierung
    Übertragung in Programmvariablen mit Validierung
    RPG Schreiben:
    Übertragung Programmvariablen in Dateipuffer mit Validierung
    WRITE/UPDATE in internen Puffer ohne Validierung

    COBOL Lesen:
    Read in internen Puffer ohne Validierung
    Eine Übertragung in Programmvariablen erfolgt erst gar nicht
    COBOL Schreiben:
    Eine Übertragung aus Programmvariablen erfolgt erst gar nicht
    Write aus internem Puffer ohne Validierung

    Bei embedded SQL habe ich sowohl in RPG als auch in COBOL grundsätzlich eine automatische Validierung, da die SQL's ja in Call's und Moves aufgelöst werden.
    D.h., dass der Precompiler zusätzliche Variablen entsprechend der SQL-Definition generiert und beim Select/Fetch aus diesen in die Hostvariablen überträgt und eben beim Insert/Update aus den Host- wieder in die automatischen Variablen.
    Neben der Validierung durch SQL selber erfolgt ja auch bei diesen Moves quasi schon eine Validierung, die eben durch die SQL-Schicht noch mal durchgeführt wird.

    (Für jeden Move/Eval wird ja en MI-Befehl generiert und Dezimalbefehle prüfen generell auf gültige Feldinhalte, die ich aber mit IGNDECERR ausschalten kann).

    Es gibt bei COBOL mit SQL keinen Geschwindigkeitsvorteil mehr gegenüber RPG mit SQL, da ja nun in beiden Fällen mit zusätzlichen Moves gearbeitet wird.
    Dienstleistungen? Die gibt es hier: http://www.fuerchau.de
    Das Excel-AddIn: https://www.ftsolutions.de/index.php/downloads
    BI? Da war doch noch was: http://www.ftsolutions.de

  3. #3
    Registriert seit
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    2.961
    @Baldur:

    Ich habe nie davon geredet, dass RPG oder Cobol oder (embedded) SQL beim Lesen oder Schreiben prüfen oder nicht prüfen!

    Ich habe davon geredet, dass beim Schreiben in SQL Tabellen (direkt in den Tabellen) geprüft wird, ob gültige Daten ankommen oder nicht! Dabei ist es völlig unerheblich, wie dieses Schreiben erfolgt, d.h. selbst bei einem CPYF mit *NOCHK in eine SQL-Datei können keine ungültigen Werte in die Datei geschrieben werden.

    Für jeden Move/Eval wird ja en MI-Befehl generiert und Dezimalbefehle prüfen generell auf gültige Feldinhalte, die ich aber mit IGNDECERR ausschalten kann
    ... und auch dann wirst Du keine ungültige gepackte numerische Daten in eine SQL Tabelle bekommen!

    Beim Schreiben in DDS beschriebene Dateien erfolgt diese Prüfung nicht, d.h. mit einem CPYF und *NOCHK kann jeder Schrott in eine DDS beschriebene Datei kopiert werden.

    Beim Lesen aus einer SQL-Tabelle erfolgt (innerhalb der Tabelle) keine Prüfung, während beim Lesen aus DDS beschriebenen Tabellen (bevor die Informationen bei RPG oder COBOL ankommen) geprüft wird, ob in den Feldern gültige Daten stehen. Was RPG und COBOL mit diesen Informationen machen, steht auf einem anderen Blatt!

    Diese Prüfung beim Schreiben und beim Lesen erfolgt in der Tabelle bzw. in der physichen Datei und hat mit der Prüfung, die durch RPG, COBOL oder embedded oder interaktiven oder ODBC oder JDBC-Zugriff nichts aber auch überhaupt nichts zu tun!

    .... und genau das steht auch in dem Artikel!!!

    Wenn Du den Artikel genau gelesen hättest, hättest Du auch festgestellt, dass lediglich die physischen Dateien durch SQL-Tabellen und geschlüsselte logische Dateien durch SQL Indices ersetzt wurden (bzw. nach dem Erstellen der Indices die DDS beschriebenen logischen Dateien neu generiert wurden).

    Das Programm, mit dem getestet wurde hat jeweils nur native I/O verwendet. Es erfolgte keine Konvertierung des Source-Codes in embedded SQL.

    Birgitta
    Birgitta Hauser

    Anwendungsmodernisierung, Beratung, Schulungen, Programmierung im Bereich RPG, SQL und Datenbank
    IBM Champion seit 2020 - 6. Jahr in Folge
    Birgitta Hauser - Modernization - Education - Consulting on IBM i

  4. #4
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    Und warum bekomme ich den geschrieben Schrott denn beim Lesen wieder zurück ?
    Wenn eine Prüfung erfolgen würde, müsste ich ja einen Fehler beim Read bekommen.
    Die schrottigen Daten stehen aber im Puffer.
    Was macht die Prüfung denn dann für einen Sinn ?
    Dienstleistungen? Die gibt es hier: http://www.fuerchau.de
    Das Excel-AddIn: https://www.ftsolutions.de/index.php/downloads
    BI? Da war doch noch was: http://www.ftsolutions.de

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