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Was macht IBM i eigentlich so "Legacy" (ist es COBOL/RPG/DDS)?
Und was macht Linux so "Modern" (ist es Unix/Java/SQL/GPL)?
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Mit Legacy habe ich im vor allem die SW gemeint, die auf der i Läuft.
Der Grund warum ich Linux für moderne Applikationen bevorzuge (wenn vorhanden, mit IBM i im Backend):
* Extrem hoher Support bei Technologien
Z.B.: wegen fehlenden Rust Kompiler auf der IBM i, kann ich vieles nicht verwenden. Den Request bei der IBM gibt es bereit.
* Sehr hohe Anpassungsfähigkeit. Linux wird z.B. bei allen verschiedenen Arten von Geräten (Handy, PC, Router, Switch, TV, Kühlschrank, IoT, ...)
* Nach IBM i ein stabiles, performantes und sicheres System.
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 Zitat von Andreas_Prouza
Mit Legacy habe ich im vor allem die SW gemeint, die auf der i Läuft.
Ist Fix Form RPG "Legacy"? Oder sind da mehr Bildschirmdateien (DSPF) und Druckerdateien (PRTF) und Physische/Logische Dateien (PF/LF-DDS) ohne SQL und Java gemeint?
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Laut diesem Thread ist alles Legacy, was auf der IBM i entwickelt wird. Einzig die DB2 for i gilt demnach als modern.
Immerhin ist alles was die IBM tut um die IBM i am Leben zu halten Legacy.
Jedoch kann man durchaus auch mit Legacy moderne Anwendungen entwickeln.
C# basiert letztlich auf C++, ist also Legacy.
Visual Basic basiert auf Visual Basic (VB6 + VBA), ist also Legacy.
Phyton wurde im letzten Jahrhundert entwickilt, ist also Legacy, gilt aber heute als modern, nur weil man KI-Bibliotheken leicht aufrufen kann. Dies kann man aber i.W. mit jeder Sprache, denn letztlich werden auch nur Services aufgerufen.
Wenn man sich anschaut was als modern gilt
https://www.request-solutions.at/blo...ammiersprachen
sind dies alles i.W. Legacy-Sprachen mit ein paar neuen Syntaxerweiterungen.
SQL ist in den 1970ern entwickelt und nach und nach erweitert worden, könnte ebenso als Legacy bezeichnet werden.
NoSQL (Not only SQL) kommt auch noch aus dem letzte Jahrhundert.
Was also gilt da als Legacy oder modern?
Von der Technologiebasis her ist es egal mit was ich entwickle, das Ergebnis ist das was im Endeffekt zählt.
ILE (Integrated Language Environment) ist mit .Net vergleichbar. Auch da kann ich mit verschiedenen Sprachen entwickeln, so gar mit Powershell, das als Scriptsprache daherkommt aber .Net basiert ist.
Warum muss ich unbedingt auf Linux entwickeln wenn ich vom Ergebnis dasselbe mit ILERPG + SQL erreiche?
Ich kann auf Microsoft mit .Net ebenso für Linux, Android, IOS entwickeln, da ist man heute komplett frei.
Wobei C# und Net-Framework bereits Anfang des Jahrhunderts gebaut wurde. Ist das deshalb moderner?
Warum sich die IBM allerdings weigert, den .Net-Port auf die IBM i durchzuführen entzieht sich mir. Schießlich hats ja mit den anderen Systemen auch funktioniert.
Modern sind Funktionen, also das was man mit den Legacyumgebungen erstellt. Nur weil man es auf Linux/Windows entwickelt ist ILERPG auf der IBM deshalb schlechter?
Und was für Linux gilt, gilt auch für Android.
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Da wird hier ja gleich Kraut und Rüben übereinander geworfen.
Ich glaube gibt leichte Unterschiede was man unter Legacy versteht.
DDS ist für mich definitiv Legacy. Fix Form RPG auch.
Wenn ich komplexere JSON, TOML oder XML erzeuge/einlese, will ich das mit einer einzigen Zeile code können. Max. 2 Zeilen, wenn ich noch ein import/include benötige.
Dynamische Listen & Dictionaries usw. das gleiche
Ich verwende auch SQL mit RPG um JSON zu generieren oder zu lesen, weil ich nicht mitten in einem RPG Prozess auf eine andere Sprache ausweichen möchte.
Web-Services & Web-Applikationen aber würde ich heute nicht mit RPG schreiben.
Ich bin genauso IBM i Enwickler und entwickle sehr viel im RPG mit Service Programme & Co.
Für Backend-Prozesse perfekt!
Alles neue geht fast ausschließlich ins Web. Dementsprechend bevorzuge ich für solche Entwicklungen Sprachen und Umgebungen, die dies sehr stark untersütz.
Was das Thema MS betrifft (Windows, .Net, VBA) können wir tatsächlich gerne einen neuen Thread starten.
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Eigentlich ist es völlig egal in welcher Programmiersprache oder auf welchem Betriebssystem man entwickelt.
Es gilt immer, nimm das Tool, das für die Aufgabe am geeignetsten ist. Wichtig ist, dass man saubere Schnittstellen definiert und das sind heute fast ausschließlich WebServices bei denen die Daten im JSON-Format ausgetauscht werden.
RPG und DDS sind für moderne Oberflächen ungeeignet, bzw. es gibt weit bessere Lösungen. Für komplexe Backendverarbeitungen schlägt modernes RPG (Free Format mit ILE Konpzepten) die vermeintlich modernen Sprachen jedoch oft um ein vielfaches.
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Zumindest im sog. ERP-Umfeld und Business-Anwendungen sehe ich das ebenso.
Inzwischen gibts genug Web-Frontends auch für die IBM i.
Rest-Services gehen ebenso mit RPG, und da meine ich pauschal eben ILE.
Ja, und Json, XML können mit SQL in RPG relativ sauber ebenso erzeugt und verwendet werden.
Dazu kann man, wenn man will und kann, ebenso auch auf Java ausweichen.
Die Kunden, mit denen ich im IBM i-Umfeld zusammen arbeite, bauen da halt auch neue und moderne Lösungen, die ihre Geschäfstvorfälle abdecken.
Sogar ERechnung wird in RPG entwickelt und funktionieren und PDF's werden mit Templates, z.T. auch mit Java, generiert, jenseits von DDS und AFPDS.
Modern und zunkunftsorientiert und ich darf mit meinen Erfahrungen dazu beitragen.
PS:
Die Welt besteht halt i.W. aus Kraut und Rüben und ich arbeite oft mit Analogien um halbwegs eine Vergleichbarkeit herzustellen.
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 Zitat von B.Hauser
Es gilt immer, nimm das Tool, das für die Aufgabe am geeignetsten ist.
Genauso ist es. Zu oft wirkt es aber eher nach einer theologischen Frage als einer technischen.
Gerade im Bereich WebServices, Schnittstellen (XML, JSON, ...) sollte man auch immer einen Blick in die Zukunft wagen. Und sich die Frage stellen: Wie gut kann ich mit dem ausgewählten Werkzeug auf neue Anforderungen eingehen?
(Signierte Inhalte, gRPC, ...)
Data Queues sind z.B. eine viel zu unterschätzte Möglichkeit der IBM i Prozesse abzukapseln. Extrem schnell, stabil, dynamisch skalierbar, kein Overhead.
Heute kann ich ein RPG die Arbeit erledigen lassen. Falls irgendwann die Anforderung mit RPG nicht (einfach) umzusetzen ist, kann ich es mit einer anderen Sprache austauschen.
Da Data Queues auch mit SQL ansprechbar sind, ist das super easy.
Das Ziel sollte nicht nur sein: es funktioniert!
Sondern auch: Wartbarkeit, neue Entwickler sollten möglichst einfach Anpassungen vornehmen können und auf neue Anforderungen ohne große Umwege eingehen können.
Ich sehe viel zu oft wo etwas "funktioniert" und bei der nächsten (eigentlich simplen) Anforderung Tage investiert werden müssen.
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Also was ist jetzt alles "Legacy"? Fix Form RPG, DSPF/PRTF, PF/LF-DDS und TN5250? Oder Alles außer Java und SQL (Aber nur immer das Neueste), XML, JSON, HTML, PDF?
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Hallo Andreas,
Hast Du bzgl. der Web-Entwicklung auch schon Erfahrungen mit Tooljet sammeln können?
kf
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Sind Datenwarteschlangen (DTAQ) nicht ein "Relikt" aus dem System/38 von 1978?
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 Zitat von Pikachu
Also was ist jetzt alles "Legacy"? Fix Form RPG, DSPF/PRTF, PF/LF-DDS und TN5250? Oder Alles außer Java und SQL (Aber nur immer das Neueste), XML, JSON, HTML, PDF?
Ich verstehe nicht was genau du hören willst. Gab ja schon einige Antworten dazu.
Hier ein Auszug aus Google: "Im technologischen Kontext (Legacy-System) beschreibt es veraltete Hard- oder Software, die trotz Nachfolgetechnologien weiterbetrieben wird."
@DATAQ
Genau, jedoch hat das Alter keine Aussage. Es geht ja nur um verfügbare Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten.
Dank der damaligen Trennung zwischen Batch und Interaktiv, wurden Entwickler gezwungen strukturierter zu arbeiten (Auslagerung in eigene Batch-Jobs mit definierter Schnittstelle).
Dort wo Firmen es eingesetzt haben, ist es heute sehr einfach, diesen Part durch etwas neues zu ersetzen. Ohne das ganze ERP gleich neu kompelieren zu müssen.
Mit Hilfe von DATAQ hast du schon 1978 quasi Multithreading sehr einfach verwenden können/müssen!
Genial und verwende ich heute auch noch (Synchron/Asynchron).
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