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Hallo MIPaff,
die Erwartungen der AS400 Programmierer, wenn es denn eins von beiden oder beides gibt, mögen weit weg von Java sein, die Entwicklung spricht aber eine deutliche Sprache: 5250 Applikationen haben keine Akzeptanz beim Anwender mehr und die darauf basierende Software ist unverkäuflich geworden, ob einem das gefällt oder nicht, spielt dabei keinerlei Rolle. Die immer wieder kehrende Behauptung, dass die Programmierer Produktivität in RPG höher sei, ist durch nichts belegt: tausende von Subfile Programmen mit der immer wiederkehrenden gleichen (gut, ich gestehe zu: manchmal richtig, manchmal falsch) Logik sprechen dagegen; in Java würde man dies nicht ein einziges mal programmieren müssen, da gibt es sowas fertig, als Open Source Komponente.
Was die Programmierer Seite angeht, sind Java Programmierer heute wesentlich einfacher zu finden als RPG Programmierer. Java ist die vorherrschende Sprache an Hochschulen, Fachschulen und Berufs Schulen; RPG Programmierer muss man sich selber ausbilden, wenn man welche braucht. Es ist in jedem Fall einfacher einem RPG Programmierer Java beizubringen als umgekehrt; das ist zumindest meine Erfahrung.
Die Rolle, die ein AS400 als Datenbankserver im Java Umfeld spielen kann, ist eben nicht bestimmt von der vermuteten Schwierigkeit in Java Anwendungen mit Datenbanken umzugehen (hier seinen nur Hibernate oder OJB erwähnt, die den Datenbankzugriffscode vollständig generieren), sondern hängen einzig und alleine davon ab, ob DB2/400 im Vergleich zu Oracle und DB2/UDB von IBM Konkurrenz-fähig platziert wird - hier habe ich in den letzten Jahren manchmal Zweifel entwickelt.
Die Bemerkung zu den Klassenbibliotheken mag für C++ zutreffen, für Java ist das eine Bemerkung, die vermuten lässt, dass der bisherige Kontakt zu Java nicht sehr intensiv gewesen sein mag: Java hat standardisierte Klassenbibliotheken und in keiner anderen Umgebung ist die Verfügbarkeit an Open Source Komponenten ähnlich groß, wie in Java und in vielen Bereichen gibt es hier bereits etablierte Standards und in keinem Bereich tut sich hier mehr als in Java.
Ob IBM hier eine Rolle spielt und gegebenen Falls welche? Dieser Hersteller tanzt auf 4 Hochzeiten: Mainframe, Unix, OS400 und Windows, warum sollte ausgerechnet IBM daran was ändern wollen?
mfg
Dieter Bender
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Hallo,
zu den Perspektiven von 5250 Software gibt es offenkundig unterschiedliche Einschätzungen.
Die Vorgehensweise bei der Erstellung von Java Anwendungen unterscheidet sich stark von der in der klassischen AS400 Welt verbreiteten. Für wichtige Bereiche gibt es dort (Quasi) Standards:
Change Management => CVS
Deployment => Ant
Komponenten Tests => JUnit
Was die Datenbank angeht, muss diese eigentlich nur SQL können, die Administration der Datenbank erfolgt mit den Mitteln der Datenbank.
Mit dem Support und den Lizenz rechtlichen Fragen sieht das bei Open Source Projekten, wenn sie denn die kritische Masse haben wesentlich besser und stabiler als bei kommerziellen Lösungen aus. Die Verwender von SYNON zum Beispiel, Visual Age oder Office/400 sind weit schlechter gestellt als die Anwender von Apache, Tomcat, Ant, CVS oder JUnit und all der anderen Open Source Komponenten wie Struts oder Hibernate, um nur einige exemplarisch zu nennen je dastehen können.
Was die Tools angeht, insbesondere irgendwelche GUI Zauberkästen, so wird die Rolle selbiger weit überschätzt: in OO Sprachen braucht man sowas weit weniger (um nicht überhaupt nicht zusagen) als das in RPG oder COBOL hilfreich wäre. Irgendwelche Generatoren helfen nur bei der mehrfachen Erstellung des gleichen Codes - und das ist in einer OO Sprache wie Java bereits ein Design-Fehler.
mfg
Dieter Bender
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 Zitat von MiPaff
Das Problem ist sicher nicht verstanden worden. SQL statt Repository sagt alles!
Tschüssss. 
Dass ich folgenden Satz nicht verstanden habe, gebe ich gerne zu, das kann nur an mir gelegen haben.
 Zitat von MiPaff
Die standardisierten Klassenbibliotheken von Java sind schon bekannt, nur was mir fehlt ist eine IDE bei der die Entwicklung nicht von der Erstellung des GUIs geprägt/geleitet sondern die Datenbank im Vordergrund sieht. Hier braucht es ein Repository (Datenkatalog), Tools zur Verwaltung der DB-Objekte (Tabellen, Views und Index) Tool zur Programmierung von Datenbank-Logik (Berechtigungen, Trigger und Constraints) natürlich in Java und Tool um die Datenbank einer Anwendung zu administrieren (Installation und Releasewechsel).
Vielleicht wäre das confused bei diesem Statement angebrachter gewesen!
Dieter Bender
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