Volldampf voraus mit Client Access Express
Neuer Express Client mit erweiterten Client Access-Funktionen speziell für TCP/IP
Von Carole Miner
Client Access Express nutzt die neuesten Technologien der AS/400- und Microsoft Windows-Betriebssysteme. Zu den herausragenden Eigenschaften des unter Windows 95, 98 und NT 4.0 laufenden Express Client gehören: · Flexible Installation · Ausschließlich TCP/IP-Konnektivität · SSL-Unterstützung (SSL = Secure Sockets Layer) · AS/400 NetServer File und Print Serving · Neue Funktionen für Client-Verwaltung und –Steuerung Der Express Client wurde zwar auf der Basis des AS/400 Client Access für Windows 95/NT Client entwickelt, beide haben jedoch leicht unterschiedliche Funktionen. Der Express Client ist für Benutzer gedacht, die nur TCP/IP benötigen und mit AS/400-Systemen ab OS/400 V4R2 arbeiten, während der Windows 95/NT Client für Benutzer entwickelt wurde, die SNA oder TCP/IP benötigen oder mit AS/400-Systemen unter OS/400 V4R1 oder einer früheren Version arbeiten müssen.
Installation
Der Express Client steht Kunden mit Systemen ab OS/400 V4R2 seit Anfang Juni zur Verfügung. Kunden, die bereits im Besitz von AS/400 Client Access für Windows und der AS/400-Softwaresubskription sind, können Feature 2640 der Produktnummer 5755-AS5 kostenlos beziehen. Bei einem Upgrade auf OS/400 V4R4 wird der Express Client automatisch mitgeliefert. Kunden, die OS/400 V4R4 ohne die Produktfamilie AS/400 Client Access für Windows (Produktnummer 5769-XW1) erwerben, erhalten den neuen Express Client ebenfalls automatisch und können alle Funktionen außer PC5250 und Datenübertragung nutzen. (Unter „Die Produktfamilie Client Access für Windows“ finden Sie eine Liste der aktuell verfügbaren Client Access-Produkte.) Sie können den Express Client von der CD-ROM mit der Client Access-Produktfamilie installieren oder, noch einfacher, über TCP/IP eine Verbindung zur AS/400 herstellen und den Code direkt aus dem integrierten Dateisystem (IFS) der AS/400 installieren. Verwenden Sie dazu den ab OS/400 V4R2 integrierten NetServer Datei- und Druckservice. Die Installation des Express Client ist viel flexibler als die des Windows 95/NT Client. Die Basisinstallation umfaßt nicht mehr soviel Code; so ist beispielsweise der AS/400 ODBC-Treiber (ODBC = Open Database Connectivity) nicht mehr Bestandteil der Basisinstallation. Zahlreiche Funktionen wie beispielsweise Operations Navigator und PC5250 wurden außerdem so flexibel gestaltet, daß man die Installation auf die Bestandteile beschränken kann, die man auch tatsächlich benötigt. Abbildung 1 zeigt die Installationsoptionen für Express.
Der Windows 95/NT Client und der Express Client können nicht gemeinsam auf einem PC installiert werden, da beide über zahlreiche identische Anwendungsnamen verfügen. Express überprüft während der Installation, ob der Windows 95/NT Client vorhanden ist und deinstalliert ihn gegebenenfalls. Der integrierte Migrationsassistent stellt permanente Windows 95/NT Client-Einstellungen auf Express um. Dabei werden nur Einstellungen für TCP/IP-Verbindungen migriert, da Express keine SNA/APPC-Konnektivität unterstützt. Der Assistent migriert ebenfalls Benutzer des Enhanced Windows 3.1 Client oder des ursprünglichen Windows Client. Beide Male bilden die vorhandenen Emulationskonfigurationen den Hauptbestandteil der Migration.
Client Access beinhaltet eine Funktion, die als nichtüberwachte (silent) Installation bezeichnet wird. Zunächst führt der Administrator eine Installation ganz normal durch. Alle dabei vom Administrator eingegebenen Antworten werden in einer Datei gespeichert, mit deren Hilfe Client Access anschließend nicht-überwacht, d.h. ohne Benutzerintervention, auf anderen PCs installiert werden kann. Client Access stellt Programme zur Sicherung und Wiederherstellung der Konfiguration (CWBBACK bzw. CWBREST) zur Verfügung, mit denen ein Großteil der Express-Konfiguration problemlos gesichert und bei Bedarf wiederhergestellt werden kann. Informationen über die nicht-überwachte Installation und das Erstellen von Antwortdateien finden Sie im AS/400 Information Center unter htttp://www.as400.ibm.com/infocenter. Benutzer von Express Client können diese Site einfach durch Anklicken des Objekts „Internet Information“ im Express-Ordner aufrufen.
TCP/IP-Konfiguration
Die vielleicht wichtigste Neuigkeit über den Express Client ist die Tatsache, daß keine Verbindungen mehr konfiguriert werden müssen. Nach der Installation von Express wählen Sie einfach die gewünschte Funktion aus (z.B. PC5250 oder Datentransfer) und geben nach der Eingabeaufforderung den AS/400-Systemnamen, Ihre Benutzer-ID und Ihr Kennwort ein. Express initialisiert daraufhin eine TCP/IP-Sitzung und stellt die Verbindung zwischen PC-Anwendung und AS/400 her. Express verwendet das mit den 32-Bit-Betriebssystemen von Microsoft ausgelieferte TCP/IP-Standardprogramm (es können auch andere Winsock-kompatible TCP/IP-Stapel verwendet werden). Auf jeden Fall arbeitet der Client mit der vom Benutzer erstellten Windows-Kommunikationskonfiguration. Weiterhin wird für die Zuordnung von Adressen zu AS/400-Namen entweder eine lokale PC Host-Datei oder ein Domain Name Server (DNS) im Netzwerk benötigt.
Die Kommunikationsprogramme des Express Client wurden erheblich verbessert, so daß sich eine effizientere Nutzung von Puffern im Vergleich zu vorherigen Client Access-Versionen ergibt. Der Operations Navigator benutzt ebenfalls eine neue Pufferungsmethode, die eine Größenreduzierung der an den PC zu übertragenden Dateien zur Folge hat. Dies sollte dazu führen, daß der Client schneller startet, sich als stabiler erweist und eine bessere Performance zeigt. Hinzu kommt, daß ein laufender Express Client mehrere Benutzer-IDs unterstützt, wobei jeder Benutzer mit unterschiedlichen Anwendungen arbeiten kann. Dies ist besonders für diejenigen Unternehmen von Vorteil, die Express auf einem einzigen NT Server 4.0 mit Terminal Server Edition ausführen. PC- und Netzcomputernutzer können dann über den Server auf Express-Funktionen zugreifen, was ihnen die Installation des Express-Codes auf ihren eigenen Rechnern erspart.
Verschlüsselung
Der Express Client verwendet TCP/IP SSL 3.0 zur Verschlüsselung von Benutzer-IDs und Kennwörtern. Es besteht auch die Möglichkeit, weitere Informationen, die zwischen der AS/400 und dem eigenen Rechner fließen, zu verschlüsseln. Vielleicht möchten Sie gerade die Daten verschlüsseln, die via Datenübertragung oder ODBC-Treiber übertragen werden, halten es jedoch für unnötig, die via PC5250-Druckeremulation an den PC-Drucker gesandten Daten zu verschlüsseln. Der Express Client nutzt ebenfalls die AS/400 Server-Authentifizierung, so daß der Benutzer sichergehen kann, daß er auch mit dem von ihm gewünschten AS/400-System verbunden wird.
Die entsprechende Berechtigung vorausgesetzt, können die normalen SSL-Konfigurationseinstellungen einer Anwendung zum Zeitpunkt der Verbindungsherstellung überschrieben werden. SSL kann ein- oder ausgeschaltet werden, oder es kann die gleiche Sicherheitsstufe verwendet werden, die auch für die Operations Navigator-Verbindung gilt. Abbildung 2 zeigt den Bildschirm, mit dessen Hilfe SSL für die Datenübertragung eingeschaltet wird.
SSL wird vom Express Client nur dann unterstützt, wenn eine Verbindung zu einer AS/400 unter OS/400 V4R4 besteht. Außerdem müssen die OS/400 SSL-Unterstützung sowie das Programm AS/400 Client Encryption auf 40-, 56- der 128-Bit-Basis und das entsprechende Programm Cryptographic Access Provider auf 40-, 56- der 128-Bit-Basis installiert sein (beide Programme sind kostenlos).
![Künstler Burgy Zapp [http://burgyzapp.de]](http://newsolutions.de/it/wp-content/uploads//cc8_nl_Clipboard47-300x300.jpg)


