SDS für Cloud auf Browser und Mobile Devices

9. Mai 2015 | Von | Kategorie: IBM Announcements

IBM kündigte im Februar 2015 Spectrum Storage an: Dabei handelt es sich um ein neues Speichersoftwareportfolio, um die Effizienz der Datenspeicherung zu verbessern. Die Wirtschaftlichkeit der Datenspeicherung soll künftig mit intelligenter Software erhöht werden. Dabei wird auch die Speicherleistung maximiert; Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit werden berücksichtigt.

SDS

IBM Spectrum Storage baut auf mehr als 700 Patenten auf und soll Unternehmen beim Übergang in Hybrid- Cloud-Geschäftsmodelle unterstützen. Die Lösung kann große Datenmengen von einer einzigen Steuerungskonsole aus verwalten und diese anhand von Vorgaben ablegen: Von Flash-Speicher für schnellstmöglichen Zugriff bis hin zu Tape und Cloud für niedrigstmögliche Kosten. Die geplanten Weiterentwicklungen werden sich auf Forschung bei neuen Cloud-Storage-Software-, Object-Storage- und Open-Standard-Technologien konzentrieren, inclusive OpenStack.

“Es braucht einen neuen Ansatz, um Kunden bei der Bewältigung des immensen Datenwachstums zu helfen. Traditionelle Speicher sind in einer Welt, in der der Wert einzelner Daten sich fortlaufend verändert, nicht mehr effizient”, sagt Ralf Colbus, Senior Storage Experte, IBM. “Mit Spectrum Speichersoftware können Kunden den geschäftlichen Wert ihrer Daten künftig erst richtig erschließen.”

Die Branchenanalysten von Gartner prognostizieren, dass “bis zum Jahr 2019 70 Prozent der Speicher-Produkte auch als Software-Only-Versionen zur Verfügung stehen”. Und im Jahr 2020 werden zwischen 70 und 80 Prozent aller polystrukturierten Daten auf kostengünstigeren Speichern durch Software-Defined-Speicherumgebungen verwaltet.

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IBM setzt deswegen als erstes Unternehmen der Branche darauf, die Intelligenz von den traditionellen Speicherhardware- Produkten zu trennen. Damit können Unternehmen diese künftig in jeder Form nützen: asa- Service, als Appliance oder als Software. IBM Spectrum Accelerate ist dabei die erste IBM Software, die auf der IBM XIV High-End-Speicher-Lösung basiert.

IBM Spectrum Accelerate befähigt Unternehmen, ihre Speicherinfrastruktur mit intelligenten Funktionen aus der XIV-Speicherlösung zu versehen. Zu diesen Merkmalen gehört eine im Markt einzigartige Architektur, die kein Tuning benötigt. Sie ermöglicht, Speicherkapazität dynamisch in wenigen Minuten hinzuzufügen. Die Software sorgt für Betriebskontinuität auch im K-Fall für alle zugeordneten Daten, verglichen mit dem Risiko des Verlustes von Daten aus 15 Minuten oder mehr Betriebszeit bei einigen konkurrierenden Speichersoftwareangeboten. Geschwindigkeit, Datensicherheit und -schutz sind für Unternehmen in datenzentrischen Branchen wie Finanz, Gesundheitswesen, Handel und Telekommunikation essentiell bei der Einführung neuer Workloads in Hybrid-Cloudumgebungen.

Mit dieser Ankündigung wird IBM Spectrum Accelerate auch zur derzeit branchenweit offensten Speichersoftware – basierend auf Industriestandards und einsetzbar auf Commodity-Hardware. Unternehmen können Spectrum Accelerate dafür einsetzen, bestehende Rechenzentrumsressourcen zu bündeln, um damit ihre eigene skalierbare Hyper-Cloud-Umgebung zu bauen. Die Software nutzt ein zentrales, benutzerfreundliches Dashboard, das vom IBM Design Lab und erfahrenen Softwaredesignern entwickelt wurde und steuert damit die Datenhaltung flexibel und kosteneffizient quer über vorhandene Rechenzentren und für dedizierte Zwecke aufgebaute Cloud-Umgebungen.

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Die Spectrum Storage Familie

Vorhandene Speicherprodukte von IBM können teilweise genutzt werden, um eigene Speichersubsysteme nach XIV Vorbild unter IBM Spectrum Accelerate zusammenzustellen. Die nachfolgende Liste zeigt die verfügbaren Spectrum Module und die entsprechenden IBM Produkte auf denen sie basieren.

Storage und Data Management:

  • IBM Spectrum Control – Virtual Storage Center (VSC), Storage Integration Server for VMware and other tools
  • IBM Spectrum Protect – Tivoli Storage Manager (TSM)
  • IBM Spectrum Archive – Linear Tape File Services (LTFS) Infrastructure Optimization:
  • IBM Spectrum Scale – General Parallel File System (GPFS)
  • IBM Spectrum Virtualize – SAN Volume Controller (SVC)
  • IBM Spectrum Accelerate – New software version of XIV storage subsystem

Nahtloser Datentransfer von und zu Clouds – bereits eingebaut.

IBM plant noch in diesem Jahr, einen Multi-Cloud- Connecter als Software-Funktion in IBM Spectrum Storage einzuführen. Diese Entwicklung ist ein Resultat der IBM Forschung aus Rüschlikon und ermöglicht es, Daten dynamisch zwischen multiplen Clouds zu migrieren. Dieses Werkzeug führt zu einem “Cloudof- Clouds”-Ansatz, der zu einem stärkeren Schutz vor Ausfällen und eventuellem Datenverlust führt, als eine einzelne Cloud sie jemals liefern könnte.

„Unternehmen können besonders bei der Sicherheit und der Verfügbarkeit ihrer Daten kein Risiko eingehen. Daher haben wir das Multi-Cloud Storage Toolkit entwickelt. Dies wird ein breites Spektrum an Innovationen ermöglichen, angefangen bei der Datenmigration bis hin zur Archivierung, Sharing und Backup,“ sagt Dr. Robert Haas, CTO Storage, Europe, IBM Systems Group, und bis 2012 Projektleiter Multi-Cloud Storage Toolkit bei IBM Research – Zürich.

Wie die anderen IBM Spectrum Storage-Angebote baut IBM Spectrum Accelerate auf einer intuitiven, einfach zu bedienenden GUI für das Management-Dashboard auf, und integriert sich mit IBM Spectrum Control für ein konsolidiertes Gesamtmanagement. Die IBM Spectrum Accelerate-GUI kann auf jedem Browser-fähigen Gerät ausgeführt werden, vom Desktop über iOS bis hin zu Android-Mobilgeräten. Mit der GUI namens Hyper- Scale-Manager können Unternehmen technische und administrative Vorgänge über ein Mobile-Dashboard steuern. Im Zeitalter des Echtzeit-Daten-Managements kann eine mobile Speicherverwaltung dazu beitragen, Speicherausfallzeiten, Überlastung, Überprovisionierung und Anwendungsunterbrechung zu verringern.

IBM Spectrum Accelerate bringt eine Reihe von cloud-bereiten Funktionen und Technologien mit, wie Snapshot, synchrone und asynchrone Replikation, Mandantenfähigkeit, Automation über RESTful API und Openstack, VMware vCloud Suite-Integration und Self-Provisioning. Es ist einfach zu erwerben, zu lizenzieren und zu installieren; bietet ein flexibles Lizenzmodell, das mit kurz- und langfristigen Budgetsituationen kompatibel ist und steht zum Download über die IBM Passport Advantage-Website bereit.

Literaturhinweise:

NEWSolutions Ausgabe Juni/Juli 2014; „Neues zum Thema Enterprise Storage“ und „IDC sieht IBM als No. 1 bei SDS (Software-Defined-Storage)“, ab S. 14

NEWSolutions Ausgabe Okt./Nov. 2014; „Ralf Colbus, Senior Storage Experte bei IBM erklärt Strategie und Technik der Storage Announcements Q4.2014“, ab S. 12.

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