Der Europamarkt für Supply Chain Event Management (SCEM)

11. November 2008 | Von | Kategorie: ERP + Add-ons, Business Software

Eine Frost und Sullivan Untersuchung – Event-Managementlösungen sind die Wachhunde in der Logistikkette. Immer mehr Unternehmen koordinieren ihre Waren- und Produktströme mittels Supply Chain Management Software (SCM) und binden auch Lieferanten und Kunden in die Informationskette ein. Doch was geschieht, wenn eine Planabweichung eintritt und beispielsweise eine Lieferung nicht pünktlich eintreffen kann?


Event-Managementlösungen sind die Wachhunde in der Logistikkette

Studie von Frost & Sullivan

Mit Hilfe sogenannter Supply Chain Event Management Software (SCEM) wird dann anhand vorher definierter Parameter eine Planabweichung festgestellt und Alarm geschlagen. Die Information wird an die relevanten Stellen im Unternehmen gemeldet, und dank Kontroll- und Eingriffsoptionen kann der Produktionsprozess entsprechend angepasst werden. SCEM-Software ist somit der Wachhund in der Zulieferkette, der bei Ärger anschlägt und den Unternehmen Kosten durch höhere Effizienz und schnellere Reaktionszeiten spart.

Da sich SCEM-Funktionalitäten zu einem festen Bestandteil des breiter gefächerten SCM-Anwendungsmarktes entwickeln, werden laut einer aktuellen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan die Umsatzzahlen für europäische SCEM-Lizenzierungen von derzeit 10,4 Millionen US-Dollar (2002) auf voraussichtlich 147 Millionen US-Dollar (2007) ansteigen. Die zunehmende Komplexität der Beschaffungsketten, die Bemühungen, Kosten zu senken sowie die Kundenzufriedenheit zu verbessern und die Fähigkeit der neuen Technologie zur Überwachung, Benachrichtigung und Steuerung werden den Einsatz von SCEM-Systemen weiterhin steigern.

Verständnis für den Geschäftsablauf und Definition des Meldesystems sind ausschlaggebend

Andrew Ball, Industrie-Analyst bei Frost & Sullivan bemerkt: „Verbesserungen in der Kommunikationstechnik und die weiterhin bestehenden Kostenunterschiede zwischen den einzelnen Ländern drängen Hersteller, Distributoren und den Handel dazu, die Netzwerke ihrer Geschäftspartner zu nutzen, um ihre Produkte zu gestalten, zu entwickeln und zu liefern.“ Die Komplexitäten solcher Netzwerke und Lieferbeziehungen erhöhen jedoch das Gefahrenpotential, das mit Ausnahmefällen, Pannen und Verspätungen verbunden ist. „Um diesem Risiko planerisch zu begegnen“, fährt Ball fort, „ können die Hersteller zwar einen größeren Warenbestand als notwendig anlegen, was aber gleichzeitig beachtliche Mehraufwendungen mit sich bringt“. SCEM verwaltet dieses Risiko ohne die Kosten für einen unnötigen Lagerbestand. Ball betont, dass das Verständnis für die Geschäftsabläufe von entscheidender Wichtigkeit ist, um ein sinnvolles Regelwerk installieren zu können.

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