Bessere Übersicht mit der OpsNav Datenbank

11. November 2008 | Von | Kategorie: Big Data, Analytics, BI, MIS

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von Jim Flanagan

Die neuen und erweiterten Datenbankfunktionen von OpsNav in V5R1 vereinfachen komplizierte Datenbanken.

Über den Autor

Jim Flanagan ist Advisory Programmer bei IBM Rochester. Er hat langjährige Erfahrung als Datenbankentwickler und ist Experte für den Operations Navigator. Sie können ihn erreichen unter jflanaga@us.ibm.com .

V5R1 bietet eine neue Stufe der Datenbank-Nutzung mit einigen bedeutenden Zusatzfunktionen und Erweiterungen des Datenbank-Features des Operations Navigator (OpsNav). Zu den neuen Punkten gehört eine graphische Ansicht Ihrer Datenbank mit Namen Database Navigator und eine Möglichkeit, SQL DDL-Anweisungen für Ihre vorhandenen Datenbank-Objekte wiederherzustellen, bekannt als Generate SQL. V5R1 bietet auch Erweiterungen der Run SQL Scripts und der Visual Explain-Funktionen.

Der Database Navigator

Der Database Navigator von OpsNav erzeugt eine graphische Darstellung Ihrer Datenbank, „map„ (Plan, Abbild) genannt. Sie können bei der Arbeit mit Datenbankobjekten in dieser Darstellung alle die in der OpsNav-Baumstruktur der Datenbankobjekte aktuell verfügbaren Möglichkeiten auch verwenden. Der Übersichtsplan (map) Ihrer Datenbank gibt Beziehungen zwischen Tabellen auf Bildschirm aus, indem referentielle Integritäts-Verweise verwendet werden, um zusammenhängende Tabellen zu finden und darzustellen. Der Übersichtsplan kann auch abhängige Objekte und relationale Konzepte zeigen wie Indizes, Ansichten, Alias-Namen, Primärschlüssel, Einzelschlüssel und Prüfbedingungen. Sie können sogar Journal und Journal Receiver, die mit den Tabellen in Ihrer Datenbank in Beziehung stehen, auf Bildschirm ausgeben.

au2_look_IMG_0044_Z_nf_o_NegativEin weiteres maßgebendes Feature der graphischen Übersicht ist die Möglichkeit, eigene benutzerdefinierte Beziehungen (UDRs = user-defined relationships) zu erzeugen, d. h. Sie können Ihre eigenen Beziehungen den Datenbankobjekten in der graphischen Übersicht hinzufügen. Abbildung 1 zeigt ein UDR, kenntlich gemacht durch den grünen Punkt im Kasten LOGICL_LNK. Da Datenbanken ohne referentielle Integritäts-Verweise erzeugt werden können, können Sie UDRs verwenden, um Ihre eigenen Links im Übersichtsplan zu erzeugen. Das UDR-Objekt ist eine logische Beziehung, die nur im Übersichtsplan existiert und dabei hilft, verborgene Beziehungen zwischen Tabellen zu dokumentieren. Da Sie Übersichtspläne auf Ihrer iSeries sichern können, können die Mitglieder eines Teams sie anpassen und gemeinsam benutzen. Diese Fähigkeit ist speziell dann von Nutzen, wenn Sie eine komplizierte Datenbank haben, die Sie in mehrere handhabbare Teile aufteilen möchten. Wenn Sie einen Teilbereich Ihrer Datenbank untersuchen, können Sie sehen, welche Ansichten betroffen sind, wenn Sie z. B. eine Tabelle fallen lassen. Sie können den Übersichtsplan auch nutzen, um die aktuelle Zahl der Indizes, die in einer Tabelle sind, zu bestimmen, als Entscheidungshilfe, ob ein weiterer Index aufgebaut werden sollte.

Generate SQL

Generate SQL ermöglicht die Erzeugung von SQL DDL Source-Anweisungen für SQL-Objekte. Diese Funktion ist besonders dann von Nutzen, wenn Sie Ihre originale SQL DDL Source an einer falschen Stelle abgelegt haben und nun eine Sicherungsdefinition Ihrer Datenbank erzeugen wollen oder wenn Sie jemandem beibringen wollen, SQL DDL-Anweisungen zu schreiben. Generate SQL ist verfügbar über die übliche Baumansicht eines SQL-Objektes und aus dem Übersichtsplan des Database Navigators. So können Sie z. B. die die Tabelle mit den Beschäftigten auswählen (EMPLOYEE, siehe Abbildung 1) und Generate SQL im Kontextmenü auswählen, um die SQL DDL-Anweisung zu erzeugen, mit der die EMPLOYEE-Tabelle wieder hergestellt wird. Abbildung 2 zeigt die Ausgabe der SQL DDL-Anweisungen im Bildschirmfenster ’Run SQL Scripts’. Weitere verfügbare Optionen in Generate SQL schließen die SQL Standards mit ein sowie die Wahlmöglichkeit, die entstehende SQL Source in einer PC-Datei oder in einer physikalischen iSeries Server-Datei abzuspeichern. Sie können Generate SQL auch für DDS Source-erzeugte Dateien verwenden. Generate SQL wird die passendste SQL DDL-Anweisung erzeugen und Kommentare in das erzeugte Script einfügen, die einige der DDS Source-Datei-Optionen angeben (z. B. Formatnamen, Editiercodes usw.), die in SQL nicht unterstützt werden.

Run SQL Scripts und Visual Explain

Über Run SQL Scripts können Sie SQL-Anweisungen an die iSeries Datenbank DB2 UDB absetzen und die Ergebnisse in einem Ergebnisfenster betrachten. Mit den erweiterten Möglichkeiten von Run SQL Scripts in V5R1 können Sie Abfrageergebnisse in einem Feld im Run SQL Scripts-Fenster ausgeben (Abbildung 3). Ein weiteres bequemes Feature von Run SQL Scripts ist die Möglichkeit, Scripts mit SQL-Anweisungen in Dateien auf dem PC zu speichern. Wenn es nötig ist, ein Umfeld wiederherzustellen oder eine Wiederholungs-Task auzuführen, müssen Sie nur diese Dateien öffnen und ausführen. Sie können auch Dateien öffnen und ausführen, um rudimentäre Ad-hoc-Fragen durchzuführen oder die Ergebnisse unterschiedlicher SQL-Anweisungen zu prüfen. Zusätzlich können Sie Run SQL Scripts im Standalone-Modus wieder in Gang setzen, ohne die Notwendigkeit, die Haupt-Schnittstelle OpsNav auf Bildschirm auszugeben. Eine mächtige Funktion in Run SQL Scripts ist die Verwendung von Visual Explain, um den Zugriffsplan des Abfrage-Optimierungsprogramms für eine gegebene SQL-Anweisung graphisch darzustellen. Erstmals verfügbar in V4R5, wurde Visual Explain für V5R1 dergestalt erweitert, dass Sie sich die Testanweisungen des SQL-Abfrage-Optimierungsprogramms anzeigen lassen können, während Sie ein Diagramm betrachten. Abbildung 4 zeigt ein Visual Explain-Diagramm für eine einfache Abfrage mit der ausgegebenen Meldungstabelle des Optimierungsprogramms. Weil Anwendungsentwickler und Analytiker Testmeldungen mit dem Visual Explain-Diagramm ansehen können, bietet sich ihnen die Möglichkeit, ihre SQL-Abfrage-Implementierung besser zu verstehen und so die Auswahl der Indizes, der Order By-Klauseln und der Where-Klauseln während der Entwurfsphase zu optimieren. Analytiker können Visual Explain auch mit vorhandenen SQL-Leistungsüberwachungsprogrammen verwenden, um Fragen in einem (Software-)Monitor auszuwählen und ein Visual Explain-Diagramm zu erzeugen. Zwei zusätzliche Erweiterungen für Visual Explain-Diagramme ist zum einen die Fähigkeit, die Ressourcen-intensivsten Schritte eines Zugriffsplans hervorzuheben, basierend auf der geschätzten Anzahl von Zeilen, die ein Schritt zurückgibt, und ist als zweites die Fähigkeit, die Schritte hervorzuheben, die den Aufbau eines Index empfehlen.

Die Vereinfachung einer komplexen Datenbank

Die Arbeit mit komplexen Datenbankkonzepten muss nicht länger schwierig sein. Wenn Sie die vier beschriebenen OpsNav Datenbankfunktionen kombinieren, die hier kurz umrissen wurden, steht Datenbank-Programmierern und -Analytikern damit jetzt eine Tool-Sammlung zur Verfügung, um den Umgang mit ihren DB2 UDB Datenbanken zu vereinfachen und zu optimieren.

 

Übersetzt und für den deutschsprachigen Markt überarbeitet von Winfried Steiner

 

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