erklärt von Steve Will, Chief ArChiteCt iBM i

JSON REST Web Services
Eine der wichtigsten Verbesserungen für Anwendungsentwickler auf der IBM i Plattform ist die Verbesserung bei den Web Services. Web Services haben wir schon lange, aber diese basierten auf dem SOAP Protokoll und unserem Tomcat Application Server.
Mit 7.2 verwenden wir jetzt aber statt Tomcat das WAS Liberty Profile, das JSON REST Web Services unterstützt. (Abb. 1) Das ist wichtig, weil heute immer mehr Anwendungen, wie Cloud Anwendungen oder Mobile Anwendungen, das JSON REST Protokoll für Web Services verwenden.

Abbildung 1: REST Web Services für RPG und COBOL Source Code
JSON und REST ermöglicht es jetzt viel einfacher Calls in Mobile und Cloud Anwendungen aus RPG Code oder COBOL Code heraus zu programmieren – tatsächlich sogar aus jeder Sprache, die ein API auf dem System hat. Das ist nicht nur im Sinne von Bestandsschutz wichtig, sondern auch für geplante neue Programme in diesen Sprachen. Ein Web Service kann mit dem Web Administration Tool entweder wie bisher mit SOAP oder eben jetzt auch als REST-basierter Web Service aufgerufen werden. Man kann auch beides verwenden.

Abbildung 2: Updates für IBM i 7.1, resp. IBM i 7.2
Die Node.js Plattform
Ebenfalls neu ist Node.js. Die Node.js Plattform wird vielfach für den Content hinter Webseiten verwendet. Node.js Anwendungen werden in JavaScript geschrieben, laufen aber ohne Browser. Das entspricht ungefähr der Hinzufügung von PHP vor einigen Jahren. Diese Programmiersprache wird von Millionen von Programmierern eingesetzt und ist bei guter Performance sehr einfach einzusetzen. Wir fügen der Open Source Version von Node.js alle Extensions für Java Script hinzu, die es ermöglichen, auf IBM i native Objekte, wie Programme, Befehle, Nachrichtenschlangen, Systemwerte, Spool Files u.s.w. zuzugreifen. Was die Software Group jeweils für 7.1 respektive 7.2 verfügbar gemacht hat, zeigt Abbildung 2.
IBM MQ V8 Support
IBM MQ V8 Support ist mit beiden neuen TR Releases verfügbar. Die Advanced Message Security ist neu für die IBM i. Hierbei werden die Daten beim Absenden verschlüsselt und bleiben verschlüsselt bis zum Eintreffen bei der empfangenden Anwendung. Da die Verschlüsselung durch Policies im Warteschlangen Manager gesteuert wird, braucht man vorhandene Anwendungen nicht zu ändern. Das ist besonders praktisch für interne Messages, d. h. wenn man eine Verbindung nicht für alle Messages mit SSL sichern möchte.

Abbildung 3:
Neue Nachrivhten-Verschlüsselung mit IM MQ V8
Auch für IBM Connections 5.0.1 wurde eine von Kunden erbetene Verbesserung neu eingeführt und zwar für den Datei-Bereich (Abbildung 4). Nun noch einige wichtige Punkte des Announcements, die nicht direkt mit den Technology Refreshs zu tun haben, aber für unsere Programmierer interessant sind.

Abbildung 4: CCM Support mit IBM i mit IBM Connections 5.0.1
Push to Client
Rational Developer for i V9.1.1 (RPG, COBOL, C. C++, SQL, DDS) hat neuen Code Coverage Support für interaktive Programme. Somit kann man sicher sein, den Code in allen Umgebungen zu testen für die er infrage kommt. Diese Version beherrscht jetzt auch die Funktion „Push to Client“, womit alle involvierten Programmierer-Clients automatisch upgedatet werden. Aus Abbildung 5 ist ersichtlich, dass wir den vor einiger Zeit eingeschlagenen Weg hin zu Browser-basierten Lösungen konsequent weiterverfolgen. Mit IBM i 7.1 TR9 kommen weitere Verbesserungen zu 7.1, die zunächst mit IBM i 7.2 angekündigt worden waren, z. B. Suchen von Tasks per Keywords und CL Befehlen.
PTF Stände abgleichen und updaten
Eine weitere Verbesserung mit TR9 betrifft den Abgleich und Update der PTF Stände für Installationen mit mehreren Systemen, bzw. mehreren Partitionen. Wesentlich verbessert wurde auch die Verwendung und Darstellung der Datenbank per Navigator mit Web-optimierten Ansichten für HTML, JavaScript und Dojo.

Abbildung 5: Wege zu Browser-basierten Lösungen


