VON DAN RIEHL
IBM, wie auch verschiedene Softwareanbieter, stellen diverse Hilfsmittel und Tools zur Verfügung, dieser Frage nachzugehen. Die meisten Tools sind jedoch kostenpfl ichtig und vom Funktionsumfang mächtiger als benötigt.
Das im Betriebssystem enthaltene Menü DISKTASKS bietet einige Funktionen an, die allerdings unmittelbar wenig Aufschluss geben und Einiges an manueller Vor- und Nacharbeit benötigen. (Achten Sie übrigens darauf, dass Sie das Menü DISKTASKS mit ausreichender Berechtigung aufrufen; Sie sollten insgesamt fünf Auswahlen sehen.)
Zu einem benutzerbezogenen Überblick der Plattenbelegung kommen Sie schneller mit dem Befehl DSPUSRPRF. Dieser Befehl ermöglicht die Ausgabe USRPRFspezifi scher Informationen in einer Ausgabedatei. Einer der Informationen ist der von dem jeweiligen Benutzer belegte Plattenplatz.
Mit folgenden Schritten kommen wir schnell zu unserer Übersicht:
1. USRPRF-Informationen in einer Ausgabedatei schreiben:
DSPUSRPRF USRPRF( *ALL ) TYPE( *BASIC ) OUTPUT( *OUTFILE ) OUTFILE( QGPL/USRPRF_DTA )
Die Namen der Ausgabedatei und Ausgabebibliothek können Sie natürlich nach Belieben wählen.
2. Die Ausgabedatei per Query oder SQL auswerten.
Die für uns interessanten Felder der Ausgabedatei sind
UPUPRF - Benutzerprofil UPTEXT - Beschreibungstext zum USRPRF UPMXSU - vom Benutzer belegter Speicherplatz
und eine schnelle Anzeige erhalten wir mit der SQLAnweisung
select UPUPRF, UPMXSU, UPTEXT from MH_TEMP/USRPRF_DTA order by UPMXSU desc
Auf einem kleinen IBM System ergibt sich beispielsweise folgende Liste:
Benutzer Belegter Speicher Text QSYS 12.550.808 Systeminternes Benutzerprofil QSECOFR 6.286.452 Sicherheitsbeauftragter QWEBQRYADM 750.868 IBM DB2 WEB QUERY ADMINISTRATOR MAIER_M 660.492 Benutzer M. Maier QLWISVR 392.312 QSPL 329.796 Internes Spool- Benutzerprofil MUSTERMANN 130.660 Benutzer: Mustermann QCOLSRV 70.008 Von IBM gelief. Benutzerprofil
Wenn Sie schon dabei sind, USRPRF-Informationen auszuwerten, können Sie auch einmal einen Blick auf die weiteren in der Ausgabedatei enthaltenen Felder werfen. Möglicherweise haben einige Benutzerprofi – le mehr Berechtigungen als erforderlich, oder sie verwenden eine Ausgabewarteschlange oder ein Abrufprogramm, die bzw. deren Bibliothek Sie eigentlich löschen wollen.
Wenn Sie die beiden genannten Schritte in ein kleines CL-Programm packen, es eventuell über Parameter steuerbar machen und dieses mit einem eigenen Aufrufbefehl versehen, haben Sie ein handliches und schnell zur Verfügung stehendes Werkzeug, um sich einen Überblick über benutzerspezifi sche Informationen zu verschaffen.


