von Burgy Zapp von Schneider-Egestorf
Die Wikipedia sagt dazu *1: „Über Bluemix greifen Entwickler auf mehr als 130 Cloud-Services zu, um mobile Apps und Webanwendungen zu entwickeln. Die zahlreichen Analysewerkzeuge werden ergänzt durch Services von Drittanbietern. Mit Watson Analytics lassen sich beispielsweise intelligente Systeme realisieren, die Daten kognitiv auswerten und für die Entscheidungsfindung aufbereiten. Bluemix unterstützt mehrere Programmiersprachen, einschließlich Java, Node.js, Go, PHP, Python, Ruby Sinatra, Ruby on Rails und kann auch andere Sprachen wie Scala durch den Einsatz von Buildpacks unterstützen. Außerdem werden mehrere Dienstleistungen sowie integrierte DevOps-Dienste unterstützt, um Cloud-Anwendungen zu erstellen, auszuführen, bereitzustellen und zu verwalten. Die Entwicklerplattform basiert auf der offenen Technologie von Cloud Foundry und läuft auf IBMs Softlayer-Cloud-Infrastruktur.“

Yasser Eissa
„Es ist erkennbar, dass sich die großen Trends der IT-Branche aus den vergangenen Jahren – Big Data, Cloud, Mobile, Social und Security – nach einer schnellen Entwicklung nun miteinander verzahnen und sich auf Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen auswirken und die bestehenden Geschäftsmodelle umkrempelt.“
Yasser Eissa verantwortet seit Januar 2017 den Bereich IBM Cloud & Cognitive für den europäischen Markt bei IBM. IBMs Cloud Plattform wird zunehmend um kognitive Services erweitert, damit Unternehmen ihre Daten unabhängig vom Format für kognitive Fähigkeiten und Lösungen nutzen können.
Durch die zunehmende Vernetzung – wir haben heute geschätzte neun Milliarden vernetzte Gegenstände und für das Jahr 2020 werden bis 50 Milliarden prognostiziert – entstehen unvorhersehbar große Datenmengen. Getrieben durch unsere mobile Arbeitsweise, sollen diese gefiltert und aufbereitet überall und zu jeder Zeit zur Verfügung stehen.
Kombiniert mit intelligenten IT-Lösungen entsteht daraus das Cognitive Business, das auch das kommende kognitive Zeitalter prägen wird und kognitive Systeme wie Watson von IBM erfordert, um die menschliche Sprache, Texte in unterschiedlichen Formaten und Bilder auszuwerten. Über Bluemix können Entwickler auf mehr als 150 Cloud-Services zugreifen, um mobile Apps und Webanwendungen zu programmieren – darunter rund 30 Watson Services wie Personality Insights, Tone Analyzer oder Watson IoT Platform. Die zahlreichen Analysewerkzeuge werden wiederum durch Services von Drittanbietern ergänzt. Bluemix basiert auf offenen Standards und ist aktuell die weltweit größte Cloud Foundry Plattform.
Inzwischen kann IBM Unternehmen der verschiedensten Branchen als Referenz-Kunden vorweisen:
- TV und Medien: Das globale Elektronikunternehmen TPV erweitert mit IBM Cloud seine Smart-TV-Services
- Technologie: Cloud und nur Cloud für die digitale Zukunft – dafür hat sich die OSRAM Licht AG entschieden
- Versicherung: die Talanx-Erstversicherungsgruppe nutzt die dedizierte Talanx-Umgebung, eine private Cloud, kann im Bedarfsfall auf die SoftLayer Infrastruktur zugreifen
- Automobil: moovel erweitert mit Cloud ihr Geschäftsmodell. Die moovel GmbH, Tochterunternehmen der Daimler AG, bietet Mobilitätsservices aus der IBM Cloud: car2go und car2go black, die Plattform Park2gether oder die Mobilitäts-App moovel.
- IT und TK: Materna bietet mit IBM eine deutschlandweite Private-Cloud-Umgebung an
- Bei vielen Startups gehört die Cloud zur Standardausstattung der IT
Bluemix ist ein sehr großer Werkzeugkasten:
Der kostenlose 30 Tage Zugriffs kann Aufschluss geben darüber: „was man will und kann“. Der erste Blick erschließt bereits einen genialen Mehrwert: Eine neue Technologie, Tabellenstruktur etc. in der Bluemix Cloud auszuprobieren kostest fast nichts verglichen mit einem eigenen Test-Server in der IT-Abteilung.
Aleksandar Francuz, IBM Cloud Platform Leader Deutschland, Österreich und Schweiz, erklärt: „Die Idee einer Cloud als zentralem Pool für die IT, der Ressourcen nach Bedarf bereitstellt, ist nicht neu: Bereits in den 1950er Jahren wurden die theoretischen Grundlagen gelegt. Und heute? Die Cloud wächst und wächst. So meldet der Digitalverband Bitkom: 65 Prozent der Unternehmen in Deutschland setzen auf Software, Speicher oder Rechenleistung aus der Cloud, laut dem Cloud Monitor 2017 *2. Kleine und mittlere Unternehmen ziehen bei der Cloud-Nutzung noch nicht ganz, aber schon bald mit den Großen gleich.“
Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen hält die eigenen Daten in der Public Cloud für sicher und es gibt mehr Sicherheitsvorfälle in den internen IT-Systemen als in der Public Cloud, so der Cloud-Monitor. Das belegt wieder, dass Sicherheit und Datenschutz unabhängig vom Sourcing-Modell sind – unabhängig, ob es sich um die IT im eigenen Rechenzentrum handelt oder ob die IT aus der Cloud kommt: Datensicherheit ist kein Selbstläufer. Hier bietet die Cloud durch die hohen Sicherheitsstandards des Cloud-Anbieters sogar eine Chance. Das hat auch die Politik erkannt und mit einigen Unternehmen auf 41 Seiten den European Union Data Protection Code of Conduct für Cloud Service Providers (CoC) *3 erarbeitet. Nicht das erste Regelwerk, aber das umfassendste und auf Langfristigkeit angelegt: SCOPE EUROPE *4, eine neue unabhängige Organisation, wird die weitere Entwicklung des CoC beaufsichtigen, geeignete Governance-Gremien einrichten und so die Zuverlässigkeit und Transparenz des CoC sicherstellen.
Zum Sicherheitsaspekt weist Aleksandar Francuz darauf hin, dass der Trend eindeutig in Richtung Multi-Cloud geht, das heißt Unternehmen nutzen zunehmend Cloud-Dienste verschiedener Anbieter. Bis Ende 2018 wird die Hälfte aller Unternehmen mehr als fünf verschiedene Cloud-Dienstleister nutzen und die IT der Unternehmen mehrere Rechenzentren umspannen. Damit geht dann die zunehmende Fragmentierung der Systeme und Daten einher, die nahtlos integriert werden müssen, um den größten Nutzen für das Unternehmen zu erzielen. Diese zunehmend heterogene IT-Umgebung ist nicht per se unsicherer, doch sie erfordert verschiedene Integrations- und Sicherheitsmaßnahmen, die insbesondere die Daten und die verknüpften Anwendungen einbindet.
Francuz mahnt: „Es gilt ein gesondertes Augenmerk darauf zu legen, wie der Datenfluss aussieht, welche Anwendungen auf welche Daten Zugriff haben und was diese wiederum damit tun, also wo diese verarbeitet und gespeichert werden.“ Zum Thema Sicherheit macht IBM folgende Angaben: „Sicherheit ist ein Hauptmerkmal aller IBM Cloud-Lösungen. Sie ist von externen Auditoren entsprechend einer Vielzahl von deutschen, internationalen und Industriestandards bestätigt, beispielsweise ISO 27001, ISO 27017 oder SOC 1/2/3. Nach Schätzungen von IBM haben rund 100 Nationen und Gebiete bereits Gesetze verabschiedet, die den Umgang von Regierungen und privaten Unternehmen mit persönlichen Daten regeln. IBM orientiert sich stets nach den Rechtsvorgaben eines Landes, in dem das Cloud-Rechenzentrum steht.“
Quellen
- 1 Bluemix: https://de.wikipedia.org/wiki/Bluemix – upgedatet am 28.04.2017
- 2 Cloud Monitor: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Nutzung-von-Cloud-Computing-in-Unternehmen-boomt.html
- 3 COC: https://eucoc.cloud/en/home/?cm_mc_uid=36939632003014877719207&cm_mc_sid_50200000=1494518028
- 4 Scope Europe: https://scope-europe.eu/en/home/



