
Abb. 1 Innerhalb von nur 4-6 Jahren verliert die traditionelle IT ihren Majoritätsanteil an die Cloud-Szenarien
von Isabella Pridat
Sie wollen mit intelligenten IT-Systemen vor allem genauere Vorhersagen für ihre Geschäftsentwicklung machen und zunehmend lernende Maschinen entwickeln. Diese Resultate liefert die globale IBM Studie „Growing up Hybrid: Accelerating digital transformation“, die das IBM Center for Applied Insights erstellt hat.
Befragt wurden 500 Unternehmen aus 13 Ländern und 23 Industrien, die eine hybride Cloud verwenden – wobei gut ein Viertel der befragten Organisationen führend in ihrer Branche ist. Es handelte sich um Unternehmen in USA, UK, Frankreich, Deutschland, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Japan und Australien sowie in den Wachstumsmärkten China, Indien und Brasilien. Über die hybride Cloud können diese Unternehmen laut der Erhebung flexibel zwischen Cloud und eigener IT auswählen, um neue Geschäftsziele voranzutreiben. Zudem lassen sich, so die IBM Studie, zentrale IT-Themen wie Skalierbarkeit, Sicherheit oder Compliance über hybride Cloud-Strategien besser und einfacher abdecken.

Abb. 1 Innerhalb von nur 4-6 Jahren verliert die traditionelle IT ihren Majoritätsanteil an die Cloud-Szenarien © 2016 IBM Corporation
Hieraus ergibt sich die neue Herausforderung, unter Aspekten der Sicherheit, Verfügbarkeit, Schnelligkeit und Auslastung der internen Ressourcen und Kostenstruktur einen optimalen Mix zu finden und regelmäßig anzupassen. Als zentralen Treiber der digitalen Transformation ihres Unternehmens bezeichnen 85% der Befragten die hybride Cloud und 9 von 10 bezeichneten sie als entscheidend für ihre Strategie und den Erfolg.
Als wesentlichste Vorteile wurden genannt: Verlagerung von fixen Kosten zu variablen Kosten sowie Nutzen-Maximierung der Legacy Systeme innerhalb des hybriden Systems. Ferner profitieren 82% der fortschrittlichsten Unternehmen von ihrer hybriden Cloud in puncto rascher Produkt- und Service-Innovation, häufig unter Einsatz von API Bausteinen. Auch die Verbesserung des Workflows wurde als wichtiger Nutzen genannt.

Abb. 4 Eine unternehmensweite Strategie und gemeinsame Entscheidungen durch Einsatz der hybriden Cloud © 2016 IBM Corporation
Die IBM Studie belegt auch, dass bereits mehr als ein Drittel der führenden Unternehmen die hybride Cloud für IoT-Anwendungen (Internet of Things) nutzt. Ob es um die Anbindung von Smart Watches, Smart Cars oder Smart Homes und die Nutzung der gewonnenen Daten, auch mit Partnern, geht oder um industrielle Anwendungsbereiche – hier orten die führenden Unternehmen einen wesentlichen Vorteil. Ferner verbessert laut Aussagen der fortschrittlichsten Unternehmen die hybride Cloud den Kommunikationsfluss und die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmensabteilungen. Dies wirkt sich auch auf die sogenannte Schatten-IT aus, denn 80 Prozent der Studienteilnehmer sagen, dass die hybride Cloud ihre Schatten-IT reduziere – also jene IT in den Fachabteilungen, die neben der offiziellen IT und ohne Wissen der IT-Verantwortlichen existiert.
Einige der Anwendungsbereiche und Bausteine, die in einer hybriden Cloud genutzt werden können sind zum Beispiel IBM Bluemix für die Entwicklung von Web-Anwendungen, mobile Apps und Big Data Applications oder PaaS-Lösungen für Anwendungsentwickler oder IBM Softlayer Iaas-Lösungen für IT-Manager oder IBM Aspena, also weltweite Highspeed-Lösungen, File-Sharing und Synchronisierung.


