Arbeitswelt von morgen live erleben

13. Juli 2016 | Von | Kategorie: Messen, Veranstaltungen

Die Zukunft Personal, Europas größte Messe für Personalmanagement, führt vom 18. bis 20. Oktober 2016 das Top-Thema „Arbeiten 4.0“ mit dem Schwerpunkt „The Employee Experience“ weiter. Dabei geht es vor allem darum, die Mitarbeiter für die Digitalisierung zu begeistern und deren Ansprüche an einen Arbeitsplatz der Zukunft zu verstehen. Neben einem Großaufgebot an Ausstellern in vier Messehallen beeindruckt das umfassende Begleitprogramm: Auf zehn Bühnen sprechen an drei Messetagen Experten für die Arbeitswelt aus dem In- und Ausland.

von Stefanie Hornung

„Nur wer weiß, wie Beschäftigte heute und in ­Zukunft arbeiten möchten, was sie motiviert und ­welche Qualifikationen sie für Arbeiten 4.0 brauchen, kann den ­Arbeitsplatz der Zukunft optimal gestalten. Dies betonen wir mit dem Begriff ‚Employee Experience‘“, so Ralf Hocke, Geschäftsführer von spring Messe Management, dem Veranstalter der Zukunft Personal. Themen wie Digital Leadership, Agilität, Crowdworking, neue Formen der Zusammenarbeit, arbeitsplatznahes Lernen und Recruiting zwischen Mensch und Maschine spielen folgerichtig eine große Rolle auf der Messe.
Mit der Digitalisierung bekommen zudem immer mehr Arbeitnehmer ihre Personalsoftware selbst in die Hand: Vom Employee Self Service über Feedbacksysteme bis hin zu Gesundheitsapps reicht die Palette neuer Tools. Viele weitere Neuheiten kommen als Big-Data-Lösungen, gamebased Software oder Augmented Reality daher. Diese Entwicklung spiegeln die Stände der mehr als 650 Aussteller, darunter beispielsweise ADP, IBM, Oracle, SAP und Workday.

Smart Working: Individuelle Raum- und Design-Konzepte

Eine spannende Neuheit in diesem Jahr: In Kooperation mit der HCD Planungsgesellschaft macht die Zukunft Personal auf mehr als 500 Quadratmetern der neuen Ausstellungsfläche „Arbeitswelt der Zukunft“ individuelle Raum- und Design-Konzepte live erlebbar. Die Tech-Giganten im Silicon Valley betrachten die Gestaltung flexibler Arbeits- und Raumkonzepte schon längst als Aufgabe des Personalmanagements. Bei den stark umkämpften High-Potentials wollen sie nicht nur mit Flexibilität, sondern auch mit innovativen Konzept-Möbeln punkten. Zum Beispiel regeln eingebaute Sensoren Temperatur, Akustik und Licht je nach den individuellen Bedürfnissen der Beschäftigten.

„Das ideale Büro passt sich flexibel an die Arbeitsprozesse und Bedürfnisse der Mitarbeiter an und ­unterstützt sie in ihrer Kreativität und Produktivität“, so Messechef Ralf Hocke. Während projektgetriebene Zusammenarbeit von einem ungehinderten Kommunikationsfluss in offener Atmosphäre profitiere, brauche es auch Rückzugsräume zur konzentrierten Arbeit. Die neue Ausstellungsfläche zeigt das gesamte Spektrum: von Begegnungsräumen für den informellen ­Austausch über lernfreundliche Umgebungen bis hin zu ­Erholungs- und Fitnessoasen.

Start-up Village HR: Gründerluft schnuppern

Außerdem sind zahlreiche Gründer auf der Messe vertreten, denn das Personalmanagement ist ein spannendes Feld für Start-ups: Mit der Digitalisierung der Arbeitswelt wächst bei Arbeitgebern die Bereitschaft, sich auf neue, innovative Lösungen in Sachen Personal einzulassen – sei es im Recruiting, beim Gesundheitsmanagement oder in der Organisationsentwicklung.
Auf einer eigenen Start-up Stage gehört den Gründer drei Tage lang die Bühne. Statt langatmiger ­Präsentationen sind hier kurzweilige Pitches geboten, zum Beispiel beim „Founders Fight“ unter der Moderation von „Ringrichter“ Jan C. Küster. Ohne Powerpoint, Leinwand & Co. treten zwei Kontrahenten mit ­Worten gegeneinander an, stellen ihre Erfindungen vor und verteidigen sie gegen knallharte Einwände. Die Idee dahinter: Viele Start-ups scheitern. Der kritische Austausch hilft ihnen, mögliche Schwachpunkte ihres ­Ansatzes zu identifizieren und besser zu werden.
Besucher können zudem internationale Start-up-Luft schnuppern: Stephanie Cherrin, die als Investment and Program Manager der Deutschen Telekom in Tel Aviv dafür verantwortlich ist, neue IT-Geschäftsfelder zu identifizieren, berichtet hautnah von der Start-up-Szene in Israel. In den vergangenen Jahren hat sich dort ein immenses Netzwerk an ­Entrepreneuren entwickelt, das die Community immer weiter vorantreibt. Da das Personalmanagement und die Unternehmenskultur zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren für Unternehmen gehören, haben Gründer gute Möglichkeiten, finanzkräftige Business Angels und ­Investoren zu finden und Geschäftskontakte zu knüpfen. Davon lässt sich hierzulande für die eigenen Start-up Hubs einiges lernen.

Von Weckrufen und mutigen Neuerungen

Der zentrale Hotspot des hochkarätigen Programms ist die sogenannte „Keynote ­Arena“. Dort kommen international bekannte Personalexperten zum Zug – mit Live-Übersetzung auf Deutsch oder Englisch. Inhaltlich bildet das Top-Thema „Arbeiten 4.0 – The Employee Experience“ auch hier den Rahmen: Maschinen übernehmen immer mehr Arbeitsprozesse. Menschen sind für die Aufsicht verantwortlich, das Verkaufen, Verhandeln, Verändern und Kreieren – für alles Neue und Individuelle. „Traditionelle Hierarchien und Matrixorganisationen taugen dafür aber nicht. Wir müssen uns also Gedanken über die Gestaltung der Arbeit an sich machen – das heißt: ‚Metawork‘ betreiben“, meint der Mathematiker und ehemalige IBM-Manager Gunter Dueck, der als Redner auf der Hauptbühne dabei ist.
Für die Gestaltung der Arbeitswelt von morgen brauchen Unternehmen gesunde Mitarbeiter. Die Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort führt jedoch häufig zu langen Arbeits- und wenig Ruhezeiten. Wie wir die optimale Menge an Schlaf erhalten, weiß eine weitere Hauptrednerin: Prof. Vicki Culpin von der britischen Privatuniversität Ashridge Executive Education. Ein Top-Act im Programm rüttelt gleich an den Grundfesten der Business-Welt: Dan Price, Gründer und CEO von Gravity Payments, entfacht weltweit eine kontroverse Diskussion rund um die innovative (manche sagen verrückte) Idee, sein ­eigenes Millionengehalt aufzugeben, um ­jedem Mitarbeiter mindestens 70.000 ­Dollar Gehalt zu zahlen.

Stimmen aus der Praxis

Die Zukunft Personal bietet auch reichlich praktisches Know-how auf Top-Ebene: Norbert Janzen, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor von IBM Deutschland, ­erläutert, wie der Konzern das Messe-Thema „Employee Experience“ angesichts der digitalen Transformation lebt. Eddie Wilson, Chief People Officer von Ryanair, berichtet über das Programm „Always Getting Better“, das sich zum Ziel gesetzt hat, kontinuierlich die Kundenfreundlichkeit – insbesondere der digitalen Angebote – zu verbessern und die Unternehmenskultur entsprechend weiter zu entwickeln. Ein Highlight zum Messeauftakt ist die Verleihung des HR Innovation Award mit einem Impulsvortrag von Frank Riemensperger, Bitkom Hauptvorstand und Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture, zum Thema: „Kollege Roboter – Was uns in der digitalen Arbeitswelt der Zukunft erwartet“.

Neu: Guided Tours zu Spezialthemen

Angesichts der Themenvielfalt gilt es, im Messegeschehen nicht die Orientierung zu verlieren: Deshalb gibt es erstmals Guided Tours zu verschiedenen Schwerpunkten der Messe, damit sich Besucher in kurzer Zeit einen Überblick über ihr Interessensgebiet verschaffen können. Nach einer Einführung zum jeweiligen Thema startet der geführte Rundgang durch die Messehallen – jeweils zwei Mal pro Messetag. So bietet etwa die Zukunftsinitiative Personal (ZiP), ein Zusammenschluss führender Software-Anbieter, eine „Special Interest Guided Tour“ an. Das Thema: „Wo stehen Personalabteilungen heute? Was kommt auf Sie zu? Ein Querschnitt von A-Z“.
Weitere Informationen und Registrierung:
www.zukunft-personal.de ◊

 

Schlagworte: , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.