IBM® i 7.4 – Die solide Grundlage für zukünftige Innovationen – Ankündigungsüberblick

11. Juni 2019 | Von | Kategorie: IBM Announcements, Leitartikel

Wie die Zeit vergeht …. Manch einer wird sich fragen, denn IBM hat ja erst IBM® i 7.3 angekündigt (12. April 2016). Richtig, es sind aber schon drei Jahre ins Land gezogen und mit der Ankündigung vom 23.April 2019 schreiben wir ein neues Kapitel mit IBM® i 7.4.

c Burgy Zapp

von Michael Weber

Zeitgleich wird auch ein neuer Technology Refresh (TR) für IBM® i 7.3, TR6 angekündigt. Der neue TR steht ab 10. Mai 2019 und IBM® i 7.4 ab 21. Juni 2019 zur Verfügung.

Für IBM® i 7.2 wird es keine neuen Verbesserungen und Funktionen mehr geben. Technology Refresh 9 vom 14. September 2018 ist für dieses Release die finale Version.

Die Hardwarevoraussetzungen sind für IBM® i 7.4 die Power Systeme in POWER8™- und POWER9™-Prozessortechnologie. Hardware und Betriebssystem-Version siehe Abbildung 2.

IBM® i System Support

Das neue Release IBM® i 7.4 umfasst die gesamte Palette, vom Basisbetriebssystem, Db2 for i, über die Anwendungsentwicklung bis hin zur Verfügbarkeit.

Abbildung 1: IBM i Release Roadmap

Die neuen Funktionen werden wie immer unter Beibehaltung der branchenweit führenden Sicherheitsmerkmale bereitgestellt, für die das Betriebssystem IBM® i bekannt ist. Versionen siehe Abbildung 2.

Abbildung 2: IBM i System Support

Die neuen Verbesserungen und Ergänzungen in IBM® i 7.4 bilden eine solide Grundlage für ständige Innovationen der IBM® i-Kunden, Innovationen für neue Geschäftsanwendungen – erweitert um Technologien wie AI und Internet of Things.

IBM® i 7.4 bietet eine Vielzahl von Verbesserungen für alle Bereiche des IBM i-Portfolios.

Einige der Highlights sind:

  • Zu den Security-Verbesserungen zählen die Erweiterung der Regeln für Kennwörter der SST-Benutzer-IDs, die Automatisierung der Zertifikatsverwaltung mit Hilfe von Digital Certificate Manager (DCM)-APIs und die Erweiterung der Authority Collection, um Informationen für ­bestimmte ­Objekte zu sammeln.
  • Beim Work Management wurden die Workload-Gruppen erweitert, durch Hinzufügen von Exit-Punkten zur Job-Queue Job-Verfolgung sowie durch neue Funktionen zum Abrufen von ­Prozessor-Multitasking-Informationen.
  • Networking-Verbesserungen durch Aktualisierung des neuesten Industriestandards für TLS, SNMPv3, SMB3, und SMTP.
  • Verbesserungen bei SAVE- und RESTORE- ­Operationen sowie Clustering (durch PowerHA zur Verfügung gestellte Clustering-Funktionen).
  • In diesem Release liegt der Fokus auf Verbesserung und Erweiterung der Funktionalität und Performance für SQL sowie dem Hinzufügen neuer Funktionen für Datenbankadministratoren innerhalb der IBM Db2®for i Datenbank, z.B. Erweiterungen für IBM® i Services:

MESSAGE_FILE_DATA
eine SQL-Alternative zum Befehl: DSPMSGD und dem API: Retrieve Message (QMHRTVM)
Siehe Abbildung 3.

Abbildung 3: MESSAGE_FILE_DATA

Anwendungsentwickler, sowohl in traditionellen als auch in Open Source Umgebungen, werden Verbesserungen für RPG IV, COBOL, System Debugger, Node.JS und Python sowie neue Tools und die Sprache R nutzen können.

  • Die Rest-APIs wurden erweitert, so dass SQL jetzt direkt über die HTTP-Verbindung aufgerufen werden kann.

IBM Db2 Mirror for i

  • Ein neues Lizenzprogramm (LPP): IBM Db2® Mirror for i (5770-DMB) bietet eine nahezu kontinuierliche ­Verfügbarkeit. Siehe Abbildung 4.

Abbildung 4: IBM Db2 Mirror for i

Die neue Funktion setzt eine RoCE (RDMA over Converged Ethernet) Communication Adapterkarte für High Speed-synchrone Replikation mit der Db2 for i Datenbank voraus.

Weitere Software-Voraussetzung ist Db2 Data Mirroring (IBM® i Option 48), was mit Bestellung von 5770-DMB automatisch ­mitgeliefert wird.
Hardwarevoraussetzungen sind die POWER8™- Systeme und spätere Technologie.

Die Db2® Mirror-Umgebung erfordert externen Storage. IBM® System Storage® DS8000® oder IBM Spectrum™ Virtualize wird dringend empfohlen, ist aber nicht Voraussetzung, auch externe Speichersysteme von Drittanbietern oder andere externe IBM Speichersysteme können verwendet werden.
Die „Cloning“- Operationen der Speichersysteme von Drittanbietern müssen während der Installation dann aber manuell durchgeführt werden.

  • Im IBM i-Portfolio wurden vielen LPPs, z. B. IBM Backup, Recovery and Media Services for i (BRMS), IBM PowerHA®, System Mirror® for i und Administration Runtime Expert, wichtige Funktionen hinzugefügt.

IBM PowerHA® Solutions for i

  • Benutzer von Desktop-Tools für die Anwendungsentwicklung wie IBM Rational® Developer for i (RDi), System Management und IBM i Access Client Solutions (ACS Version 1.1.8.2), verfügen über neue Funktionen. Siehe Abbildung 5.
  • Neu: „Fast Start“ EZ-Install-Paket für IBM Db2 Web Query in Version 2.1.1 Neue Möglichkeiten, auch mit Hilfe von Db2 Web Query, die IBM® i Services zu nutzen.

Abbildung 5: IBM PowerHA Solutions for i

Db2 Web Query – Temporary Storage Usage Visualization
Siehe Abbildung 6.

Abbildung 6: Db2 Web Query – Temporary Storage Usage Visualization

Db2 Web Query – System and Security Management

Siehe Abbildung 7.

Abbildung 7: Db2 Web Query – System and Security Management

  • IBM Domino® 10.0.1 und IBM Traveler 10.0.1.1 werden unterstützt.
  • ARCAD Observer for IBM i und ARCAD Converter for IBM i wurden auch für die traditionellen Anwendungsentwicklungen aktualisiert.
  • IBM Content Manager OnDemand for i 7.4 unterstützt das Sichern in die Cloud mit Cloud Storage Solutions for i und bietet Verbesserungen bei mehreren Befehlen.
  • Statement of Direction (SOD) – NVMe POWER9-prozessorbasierte Systeme unterstützen NVMe-Speicher.

Derzeit gibt es keine Unterstützung von NVMe durch IBM® i, weder „hinter“ VIOS- noch direkt.
SOD: IBM plant, die native Unterstützung für NVMe- Devices (Non-Volatile Memory Express) in das IBM i-Betriebssystem mit aufzunehmen.

Detailinformationen findet man auf der IBM Developerworks Webseite

IBM® i 7.4 – Base Enhancements

https://www.ibm.com/developerworks/community/wikis/home?lang=en#!/wiki/IBM%20i%20Technology%20Updates/page/IBM%20i%207.4%20-%20Base%20Enhancements

IBM® i 7.3 – TR6 Enhancements

https://www.ibm.com/developerworks/community/wikis/home?lang=en#!/wiki/IBM%20i%20Technology%20Updates/page/IBM%20i%207.3%20-%20TR6%20Enhancements

 

Literaturhinweise

Beitrag zum POWER9 Chip

NEWSolutions 4/2017, Seite 8

Die POWER9-Chip-Familie Vor gut einem Jahr (Ende 2016) hat IBM auf der 28. Hot-Chip-Konferenz den POWER9-Chip vorgestellt, bisher aber noch keine POWER9-Modelle angekündigt. Insofern stellen sich viele Kunden, gerade bei Auslaufen von Leasingverträgen, die Frage: Soll ich POWER8 kaufen oder den bestehenden Vertrag verlängern? Der POWER9 Chip mit 14nm wurde von IBM mit Blick auf die cognitive Ära entwickelt, während die auf dem 22nm-POWER8-Chip basierenden Maschinen laut IBM für Big Data Verarbeitung optimiert wurden. Der Autor, Dr. Wolfgang Rother, liefert Fakten für eine fundierte Entscheidung.

Beiträge zur POWER9 Hardware

NEWSolutions 1/2018 Seite 16

Die neuen Scale-Out Server mit POWER9 – im Detail betrachtet IBM hat die neuen Server-Modelle mit POWER9 Prozessoren für geschäftskritische Unternehmensanwendungen konzipiert und besonders optimiert im Hinblick auf die Einsatzbereiche Big Data, Analytics und künstliche Intelligenz im täglichen Geschäftsbetrieb, die Nutzung einer Hybrid Cloud, die Fähigkeiten einer Modern Data Platform sowie als gemischte Betriebssystemumgebung. Diese Systeme ermöglichen somit Infrastrukturlösungen, die auch Social und Mobile Lösungen mit IBM i, AIX und Linux Betriebsumgebungen ausführen. Folgende Server wurden vorgestellt: S922, S914,S924, L922, H922 und H924.

NEWSolutions 3/2018 Seite 16

Der POWER9 Scale-Up Server E980 Mit dem Power9 Enterprise System E980 reagiert IBM auf stattfindende Veränderungen und antizipiert die künftigen IT-Anforderungen der Unternehmen. IBM erklärt in Announcement-Briefings, dass der Schwerpunkt der IT-Strategie sich verlagere von der bisherigen transaktionsgetriebenen Economy, hin zu einer datenzentrierten analytischen Economy. Die Wertschöpfung entsteht durch die Gewinnung von Erkenntnissen aus strukturierten und unstrukturierten Daten. IBM hat eine wesentliche TCO-Ersparnis gegenüber einer entsprechenden Vorgänger-Maschine beispielhaft errechnet: 35% innerhalb 3 Jahren.

NEWSolutions 6/2018 Seite 14

POWER9: Enterprise Maschine E950 mit AIX und Linux Seit der dritten November-Dekade sind alle 2018 angekündigten Power9 Server der IBM verfügbar. Die im Jahr 2018 vorgestellten Server sind nicht nur nach Größe „geordnet“ sondern decken ganz spezifisch bestimmte Anforderungen ab. Die Autorin Isabella Pridat-Zapp stellt die technischen Details der E950 vor – gestützt auf Grafiken und Abbildungen von IBM. Neben den neuen Technologien – oder wohl eher infolge der neuen Technologien – ist das besondere an der Maschine, dass eine heutige Anschaffung laut IBM innerhalb von 3 Jahren eine TCO-Ersparnis von 50% gegenüber der Nutzung einer Vorgänger-Maschine ergeben würde.

Beiträge zu Storage

Obwohl schon älter, bietet dieser Beitrag einen Blick in die Zukunft der Storage, d.h. IBMs Storage Vision: Ralf Colbus, IBM Senior Storage Experte:

NEWSolutions 10/11 2014 S. 12

Storage: Strategie und Technik NEWSolutions erbat von Ralf Colbus Informationen zu den Storage-Ankündigungen aus zwei Perspektiven: 1. Was ist aus strategischer Sicht besonders wichtig? und 2. Welches sind die interessantesten technischen Highlights?

NEWSolutions 4/2017 S. 12

Neue Magnetband-Speichertechnologie Wissenschaftler von IBM Research, Zürich, haben erstmals Daten mit einer Speicherdichte von 201 Gigabits pro Quadratzoll (rund 6,45 cm²) auf einem vom japanischen Unternehmen Sony Storage Media Solutions entwickelten so genannten Sputtered magnetic Tape-Prototypen geschrieben.

NEWSolutions 4/2017 S. 13

Die Software Spectrum Protect Plus Ende August kündigte IBM die neue Storage-Software Spectrum Protect Plus mit Verfügbarkeit im 4. Quartal 2017 an. Die neue Storage-Software vereinfacht die Sicherung von Daten in der Cloud, in virtualisierten und RZ-Umgebungen und natürlich auch für z-Shops.
NEWSolutions.de online: http://newsolutions.de/it/neue-all-flash-speichersysteme

Neue all-Flash-Speichersysteme IBM hat die neuen Speicher IBM DS8884F, DS8886F und DS8888F speziell für Analyseanforderungen in der Unternehmens-IT entwickelt. Analytic Class Storage – das Speichersystem IBM DS8888F eignet sich besonders für kognitive Echtzeitanalysen und die Entscheidungsfindung.

Michael Weber

Über den Autor:

Der Autor Michael Weber ist Senior IT Spezialist für Power Systeme bei der IBM® Deutschland GmbH und per Email erreichbar unter: mweber (ääät) de.ibm.com.

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