Ein großer Schritt nach vorne mit DB2 für V6R1, Teil 3

11. November 2008 | Von | Kategorie: Big Data, Analytics, BI, MIS

In den sich heute ständig verändernden geschäftlichen Umfeldern ist es von entscheidender Bedeutung, der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Aus IT- und Datenbankperspektive bedeutet dies, in der Lage zu sein, Unternehmensdaten auf neue, intelligente Weise abzufragen und darzustellen – und dies so kurzfristig wie möglich.


DB2 V6R1 enthält zahlreiche Funktionen, mit denen sich neue Lösungen schnell und einfach erstellen lassen

von Kent Milligan

Über den Autor

Kent Milligan (kmill (ät) us.ibm.com) ist Senior DB2 for i5/OS Specialist im IBM ISV Enablement Team für System i.

Übersetzt von

Übersetzt und für den deutschsprachigen Markt überarbeitet von Joachim Riener.

Die Verbesserungen in DB2 für i5/OS V6R1 beinhalten diverse neue Funktionen, die der Datenbank eine gesteigerte Performance verleihen und eine schnelle und einfache Bereitstellung neuer Lösungen ermöglichen. Die ersten beiden Teile sind in NEWSolutions, Ausgabe Juni 2008 und Ausgabe September 2008 erschienen.

Im heutigen dritten Teil befasst sich der Autor mit der in V6R1 vereinfachten Bedienbarkeit. Ein großer Schritt nach vorne bei der Benutzerfreundlichkeit Das Tuning der DB2 für i5/OS Performance kann zu einer herausfordernden Aufgabe werden, wenn SQL Requests von remoten Clients wie Browsern und .NET Anwendungen übergeben werden. Für einen Administrator ist es im Grunde recht einfach, i5/OS Server-Jobs zu ermitteln, die wegen lange laufender SQL Statements zusätzliche Ressourcen beanspruchen. Die Nachverfolgung, welcher remote Client oder welches remote Programm den entsprechenden SQL Request übergeben hat, gestaltet sich hingegen recht schwierig. Aus diesem Grunde hat IBM mit V6R1 die nachfolgend aufgeführten speziellen Register bereitgestellt, die von Anwendungen benutzt werden können, um die Problemermittlung zu vereinfachen:

  • CURRENT CLIENT_ACCTNG
  • CURRENT CLIENT_APPLNAME
  • CURRENT CLIENT_PROGRAMID
  • CURRENT CLIENT_USERID
  • CURRENT CLIENT_WRKSTNNAME

Anwendungsentwickler können diese Werte innerhalb ihrer Anwendungen mit einer der folgenden Schnittstellen programmgesteuert setzen:

  • API Set Client Information (SQLESETI) API
  • CLI SQLSetConnectAttr() Funktion
  • JDBC setClientInfo connection Methode

Wenn in der Anwendung diese Register entsprechend gefüllt werden, lassen sich die Werte durch das Sammeln von Datenbankmonitor-Daten oder über den System i Navigator durch Abfrage der SQL-Details für Job-Tasks (durch Rechtsklick auf das Datenbankobjekt im Navigationsbaum) ermitteln. Abbildung 6 zeigt die Ausgabe der System i Navigator Task. In früheren Releases trug diese Navigator-Task die Bezeichnung Current SQL für einen Job.

Beim Betrachten der SQL Job-Details in Abbildung 6 lässt sich erkennen, dass IBM einige eigene Tools und Treiber eingesetzt hat, um diesen neuen speziellen Client-Registern Werte zuzuordnen. Das UPDATE Statement wurde vom Benutzer KMILL über die System i Navigator-Schnittstelle Run SQL Scripts initiiert.

Die Benutzerfreundlichkeit des SQL Performance Monitors innerhalb des System i Navigators wurde bereits in V4R5 wesentlich gesteigert und dies gilt in gleicher Weise für V6R1. Die Analyse-Task des SQL Monitors gestattet auf einfache Weise die Identifikation von SQL Statements mit schlechter Performance. Es war jedoch bisher schwierig, solche SQL Statements einem Administrator oder Performance-Analysten zu übermitteln, weil die Möglichkeiten sich entweder auf ein primitives Copy-and-Paste oder eine Aufforderung an den Administrator oder Analysten beschränkten, denselben Analysebericht nochmals aufzurufen. V6R1 vereinfacht diese Aufgabe nun mit einer neuen Save Results Task (Abbildung 7), die ein direktes Sichern der Ergebnisse in einer Vielzahl von Ausgabeformaten gestattet. Diese Funktion erlaubt nicht allein das Sichern der Berichtsdaten in einem austauschbaren Format, sondern bietet auch die Möglichkeit, die für den Dateityp jeweils zuständige PC-Anwendung aufzurufen (in diesem Fall Microsoft Excel).

Verbesserte Lesbarkeit der Daten. Die Anpassung von Spalten ist eine weitere V6R1 Verbesserung, die ein Lesen und Analysieren der System i Navigator Ausgaben vereinfacht. Die Analyseberichte des SQL Performance-Monitors sind sehr präzise und beinhalten alle erdenklichen Informationen, die möglicherweise die DB2 Performance tangieren könnten. Der Nachteil dieser umfassenden Berichte besteht allerdings darin, dass die große Anzahl an Spalten den Benutzer nahezu überwältigen – manche Berichte umfassen annähernd 100 Spalten mit Daten.

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