Modernisierung der Powerplattform mit IBM® i 7.4

18. Januar 2022 | Von | Kategorie: Programmierung

Read Offline: Download PDFDownload ePubIBM® Administration Runtime Expert for i – Überblick – Teil 1 von Michael Weber Was ist IBM®Administration Runtime Expert und warum soll man ARE verwenden? Geschäftskritische Anwendungen müssen zuverlässig und ohne Fehler betriebsbereit sein. Wenn etwas Unerwartetes auftritt, muss man die Ursache identifizieren und schnell korrigieren. Hierbei unterstützt IBM® Adminstration Runtime

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Abb.1: IBM® Adminstration Runtime Expert for i – Überblick

IBM® Administration Runtime Expert for i – Überblick – Teil 1

von Michael Weber

Was ist IBM®Administration Runtime Expert und warum soll man ARE verwenden?

Geschäftskritische Anwendungen müssen zuverlässig und ohne Fehler betriebsbereit sein. Wenn etwas Unerwartetes auftritt, muss man die Ursache identifizieren und schnell korrigieren. Hierbei unterstützt IBM® Adminstration Runtime Expert for i den Entwickler, der eine neue Anwendung einführt, eine bestehende Anwendung verbessert, eine Legacy-Applikation wartet oder den Administrator, der seine ITInfrastruktur verwaltet.

ARE ist ein kostenfreies Lizenzprogramm (5733-ARE), dass mit IBM® i Version 6 oder höher ­angekündigt wurde. Es wurde im Jahr 2010 eingeführt und ist eine webbasierte Browseranwendung, die auf IBM® i läuft.

Abb.2: Deployment Template Editor

Mit ARE können die folgenden Punkte ausgeführt werden:

  • Identifizieren von Attributen, die sich nicht mehr ändern oder ändern sollen und die Überprüfung, um sicherzustellen, dass sich diese Attribute nicht geändert haben.
  • Das Überprüfen der Ergebnisse auf Richtigkeit mit Hilfe von Reports.
  • Die automatische Korrektur von Fehlern (Fix­-Management).
  • Das Verteilen und optional Anwenden von PTFs auf die Systemgruppen bzw. LPARs.
  • Sicherstellen der PTF-Konsistenz.
  • Initiieren von manuellen Überprüfungen und planen von automatisierten Prüfungen.
  • Das Erweitern der von IBM bereitgestellten Funktionen um eigene benutzerdefinierte Plug-Ins.
  • Ermöglicht das Sammeln von Anwendungs- und Umgebungsinformationen, die zur Überprüfung der Anwendungsfunktionalität verwendet werden können.
  • Die gesammelten Informationen als Wissens­-Repository verwenden, um sicherzustellen, dass Probleme nur einmal auftreten.
  • Bietet eine vollständige Umgebungsverwaltung und erlaubt die Überprüfung aller Systeme und LPARs, um sicherzustellen, dass sich die Anwendung und die Laufzeit in einem funktionierenden Zustand befinden.
  • Probleme, die auftreten können, werden automatisch behoben. Ein manueller Eingriff wird dadurch nicht notwendig.

Das Deployment Template Editor – „Home“ Menü

Mit diesem Editor können die Benutzer ­Templates erstellen, bearbeiten, importieren, exportieren und ­vorhandene verwalten.

Die folgenden Attribute können über das „Plugin Selection and Customization“ Menü verifiziert werden.

siehe Abbildung 3

Abb.3: Plugin Selection and Customization – Menü

  • Dateien, Verzeichnisse, Bibliotheksberechtigungen und deren Attribute.

Abb.4: CREATE a Template – File and Directories

  • Produkt-Installationen, Produkt-PTFs und PTF-Gruppen.

Abb.5: CREATE a Template – Software Requirements

  • Benutzerprofil-IDs, Systemwerte und Netzwerkattribute.

Abb.6: CREATE a Template – System Environment

  • TCP/IP-Netzwerküberprüfung und -konfiguration und verwendete Ports.

Abb.7: CREATE a Template – Network

  • Eigenschaftsattribute innerhalb von HTTP- und XML-Konfigurationsdateien und Umgebungsvariablen.

Abb.8: CREATE a Template – Advanced

ARE – Installation und Setup

  • ARE besteht aus zwei Teilen …
  • 5733-ARE-Lizenzprogramm
    o 5733-ARE muss auf dem zentralen System installiert werden (Siehe Abb.1), auf dem die grafische Benutzeroberfläche (GUI) verwendet wird.
    o Das Lizenzprogramm (LPP) stellt die GUI zur Verfügung.
    o der Zugriff auf die Console befindet sich auf der „Home“- Webseite.

 

  • ARE Runtime-Engine (auch ARE-Core genannt)
    o Im Lieferumfang des Betriebssystems enthalten.
    o Wird auf den Endpunkten zum Ausführen der Überprüfungen verwendet.

ARE Runtime Engine und Zielsysteme

• Die ARE-Runtime-Engine ist ein Satz von Java-Klassen, die für die Validierung
benötigt werden.
o Die Runtime-Engine wird auch als ARE-Core bezeichnet.

• Im IBM® i Betriebssystem enthalten.
o Die Installation von 5733-ARE ist auf den Zielsystemen nicht erforderlich.

Setup von ARE

  • Installation von 5733-ARE auf dem zentralen System (über den Befehl Go LICPGM).

siehe Abbildung 9

Abb.9: 5733-ARE – InstallationSeite 6 of 25

  • Sicherstellen, dass die erforderlichen Ports verfügbar sind.
    o Port 12401 auf dem zentralen System.
    o Host-Server auf den End-Point-Systemen.

 

  • Weitere Software – Anforderungen sind:

siehe Abbildung 10

Abb.10: weitere Software-Voraussetzungen

  • Die ARE-Konsole wird auf dem IBMARE-Web-Application-Server im
    Subsystem QHTTPSVR ausgeführt .
    o STRTCPSVR SERVER (*HTTP) HTTPSVR(IBMARE)

siehe Abbildung 11

Abb.11: IBMARE – Subsystem QHTTPSVR

  • Zugriff über die Web-Schnittstelle:
    o http://system_name (oder IP-Adresse) :12401/are

siehe Abbildung 12 und 13

Abb.12: ARE Template Editor

Abb.13: CREATE a Template

Autorisieren der ARE-Web-Konsole

  • Die ARE-Benutzeroberfläche erfordert *ALLOBJ – authority.
    o Das Erstellen eines Templates erfordert den Zugriff und die Berechtigung auf viele Ressourcen.
  • Mit IBM® Web-Administration for i kann jeder Benutzer, zum Erstellen von Templates oder dem Ausführen von Überprüfungen, berechtigt werden.
    Der Aufruf erfolgt über IBM® Navigator for i .

siehe Abbildung 14 und 15a

Abb.14: IBM® Navigator for i – Internet Configuration

Abb.15a: IBM Web Administration for i

  • Berechtigungen hinzufügen (Add Permissions).
    o Operator
    Grundlegende Funktionen: Anzeigen, Starten und Stoppen eines Servers.
    o Developer
    Erlaubt das Erstellen, Kopieren, Löschen, Bearbeiten, Exportieren, Importieren und Umbenennen eines Templates. Das Testen eines Templates ist nicht erlaubt.

siehe Abbildung 16

Abb.16: Add Permissions

Erstellen Sie ihr erstes Template

Mit dem Deployment Template-Editor können Benutzer Vorlagen erstellen, bestehende Templates ­überarbeiten, importiert und exportiert werden . Eine Learn more …- Hilfe steht über die grafische Benutzeroberfläche (GUI) zur Verfügung.

siehe Abbildung 17a

Abb.17a: Create a new Template

Das Erstellen eines Templates am Beispiel: IBM®i Products und PTFs (siehe später im Artikel) …. über das Menü Plug-In Selection and Customization.

siehe Abbildung 17b

Abb.17b: Create a new Template

siehe Abb. 15b: Administration Runtime Expert

Abb. 15b: Administration Runtime Expert

Testen eines Plug-Ins

Im Vorfeld kann das Plug-In für die spätere Überprüfung getestet werden, ohne das das gesamte Template erstellt werden muss (Build Template).
Es wird ein Browserfenster geöffnet, dass die Ergebnisse des Tests anzeigt.

Der Return Code 70 zeigt an, dass ein Fehler gefunden wurde. Über den Summary-Report kann jetzt schon einmal, bevor das Template im nächsten Schritt erstellt wird, das Ergebnis der Überprüfung des ­Plug-Ins ­vorgenommen werden.

siehe Abbildung 18

Abb.18: Test a Plugin – View the Summary Report

Build a Template

Das Template muss immer erstellt werden (Build template) sobald das Plug-In generiert bzw. bearbeitet und getestet wurde, da sonst beim Verlassen des ­Template-Editors alle Änderungen verloren gehen. Es darf auch kein TIMOUT der ARE-Sitzung erfolgen, hierbei würden auch alle Änderungen verloren gehen.

siehe Abbildung 19

Abb.19: Create and Build a new Template

Überlegungen zum Template

  • Ein iterativer Prozess zur Entwicklung von Vorlagen.
  • Einfach starten.
    o Hinzufügen von Attributen, wie sie durch das tägliche Systemmanagement oder die Problemfindung identifiziert werden.
  • Es ist möglich, eigene benutzerdefinierte Plug-Ins zu entwickeln, um Attribute zu überprüfen, die vom ARE-Template Editor nicht bereits zur Verfügung stehen.

 

  • Einige Beispiele für eigene Templates können sein:
    o Überprüfen der NetServer-Dateifreigaben.
    o Überprüfen von Collection Services-Konfigura­tionen.
    o Pre-Start Job-Statistik im Vergleich zu Pre-Start Job-Tuning Parametern
    o … die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

ARE-Console

Die Überprüfung der Systeme erfolgt über die ARE-Console. Mit entsprechender Auswahl von Systemname (oder IP-Adresse), User-ID, Password und dem entsprechenden Template kann eine Verifizierung ­sofort oder über Einstellung eines Zeitplans (täglich, wöchentlich oder monatlich) erfolgen.

siehe Abbildung Abb.20a: ARE – Console

Abb.20a: ARE – Console

Eine Anzeige informiert über den Status und das ­Ergebnis der Überprüfung.
siehe Abbildung 20b: ARE – Console

Abb.20b: ARE – Console

Der Summary Report

Detaillierte Informationen über das Ergebnis der ­Verifizierung erhält man über den Summary Report.
Es ist möglich, alle Reports zur weiteren Verwendung in eine .zip-Datei zu exportieren.
siehe Abbildung 21

Abb.21: Summary Report

Teil 2 beschreibt das Erstellen eines Templates.

Quellen siehe auf folgenden Webseiten

IBM Administration Runtime Expert for i (ARE) https://www.ibm.com/support/pages/ibm-administration-runtime-expert-i
Application Runtime Expert Redbook http://www.redbooks.ibm.com/redpapers/pdfs/redp4805.pdf
Overview of the IBM i Administration Runtime Expert https://techchannel.com/Trends/03/2021/ibm-i-administration-runtime-expert
Manage PTFs with the Administration Runtime Expert https://www.itjungle.com/2020/11/09/guru-manage-ptfs-with-the-administration-runtime-expert/
Managing PTFs with ARE https://dawnmayi.com/2015/09/21/ibm-application-runtime-expert-for-i-managing-ptfs/

Über den Autor:

Der Autor Michael Weber ist Senior IT Spezialist für Power Systeme bei der IBM® Deutschland GmbH und per Email erreichbar unter: mweber (äät) de.ibm.com

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