POWER-Students Förderung von Studierenden

4. Dezember 2017 | Von | Kategorie: Leitartikel, Messen, Veranstaltungen

Mit der Gründung der Community für POWER-Students wird eine direkte Förderung von qualifizierten Studierenden durch Unternehmen möglich. Sie als IBM i Kunde können ein Sponsor werden und von den Ergebnissen profitieren. Beispiele aus den ersten Jahren zeigen, auf welche Art dies denkbar sein kann.

von Manfred Sielhorst

© CC BY-SA 4.0 Cherubino

Hintergrund

Seit sieben Jahren werden an der Hochschule Darm­stadt (h-da) im Fachbereich Informatik (fbi) Studierende ausgebildet, die POWER-Plattform von IBM kennenzulernen. Studierende können im Anschluss das gelernte Wissen im Rahmen von Bachelor- oder Masterarbeiten weiter vertiefen.

Bislang wurden von Manfred Sielhorst als Lehrbeauftragtem der h-da Vorlesungen zu RDi, DB2i (≤ 16×2 TN1), Workshops zu Projektmanagement (≤ 8×4 TN) und Vorlesungen zu Projektmanagement (100 – 150 TN) angeboten sowie kooperative Projekte bei lokalen Unternehmen betreut (≤ 5 TN).

Die Studierenden werden im Rahmen der Vorlesung „Datenbankarchitektur in der Praxis“ zukünftig verschiedene Datenbanken auf der POWER-Plattform einsetzen (IBM DB2i, RDF, PostgreSQL), Neuerungen im SQL:2011 Standard aktiv einrichten und benutzen (Temporal Support, …), Auswertungen für historische Daten erstellen, mit visuellen Analysen von SQL Auswertungen die Datenzugriffe optimieren, die System- und DB-Administration via SQL und Command Language kennenlernen und Strategien zur Software-Entwicklung und -Modernisierung erlernen (Eclipse).

Aus der Erfahrung der letzten Jahre reifte der Gedanke, dass sich die Möglichkeiten viel zu langsam entwickeln, das Erlernte im Anschluss weiter zu vertiefen und dies viel zu wenig Awareness erfährt. Das magische Dreieck des Projektmanagement hat hier gleich zwei offene Flanken – zu wenig Zeit und zu wenig Budget, um deutlich mehr Projekte zu finanzieren, mehr Studierende zu unterstützen und zu betreuen.
Erfolgsgeschichten

Projektron GmbH, Berlin

Drei Studierende wurden bei ihrer Bachelorarbeit zum Thema Projektmanagement im Umfeld der IBM i Plattform gefördert. Projektron stellt für Studierende und die Community BCS Lizenzen zur Verfügung. 2011 wurde BCS in PASE unter Nutzung von DB2 i portiert. 2014 wurde untersucht, inwieweit die Inte­gration in eine bestehende ERP Infrastruktur erfolgen kann. 2017 wurde nachgewiesen, dass es möglich ist die Anwendung unter Temporal Support zu betreiben, sowohl in DB2 i V7R3 als auch mit SQL Server 2016 – die Bachelorarbeit liefert die jeweiligen Vor- und Nachteile und die Unterschiede zum SQL Standard – wichtig, um Anwendungen zu schreiben, die mehrere Datenbanken mit Temporal Support unterstützen sollen.

TRADUI Technologies GmbH, Frankfurt

Zwei Studierende wurden im Rahmen einer Bachelor­arbeit unterstützt, mehrere haben dort die Karriere gestartet und sind bereits erfahrene Entwickler und Berater im IBM i Umfeld (s. IBM Fresh Faces). Der Schwerpunkt ist bei TRADUI das BIRT Reporting. Die Toolbox und das Reporting Portal servBIRD kann durch Studierende genutzt werden, um Erfahrungen mit BIRT in PASE oder Linux auf POWER zu sammeln und die Integration in RD i für eigene Analysen einzusetzen.

managetopia GmbH, Aschaffenburg

2016 erfolgte die erste Implementierung eines Semantic Datawarehouse Ansatzes in PASE – das wird weiter erforscht, wie moderne neue Datenbank­techniken auf der POWER-Plattform genutzt werden können und ob sich das rentiert. Hier werden weitere Projekte im Master-Umfeld angestrebt. Als Sponsor können Sie dann ab 2018 die Ergebnisse kennenlernen.
b.i.t.® beratungsgesellschaft für informations-technologie mbh, Darmstadt
Eine Art „Template Engine“, die sich unter Linux bewährt hat, lässt sich auch auf PASE betreiben, um effi­zient und dynamisch Webseiten, Webshops, E-Mails oder Dokumente zu erzeugen. Ein wichtiges Werkzeug für den Aufbau des Webauftrittes der POWER-Students.

RZKH GmbH, Bad Kreuznach

Hostet eine Systemumgebung für den Betrieb einer Projektmanagement-Umgebung. Zwei Instanzen von Projektron BCS laufen in PASE mit Zugriff auf DB2 i — hochverfügbar gespiegelt für die Community, um dies zu nutzen und im Umfeld weiter zu forschen.
t.s.p. Gesellschaft für Informationssysteme mbH, Waldbronn
Finanziert diese Infrastruktur und nutzt die Erfahrungen aus mehreren Projekten über Temporal Support, um die Hochverfügbarkeit für die neuen Datenbank-Features zu gewährleisten und zu optimieren.

iDocpro.de GmbH, Gelnhausen

Fördert Forschungsprojekte zur sicheren und effizienten Speicherung und Nutzung von Daten, die in mobile Anwendungen auf dem iPhone gesammelt und dann automatisiert zu Dokumenten und Berichten aufbereitet werden.

Sielhorst iT Beratung UG, Darmstadt

Als Gründer und Lehrbeauftragter stelle ich mich der Herausforderung, zentral verantwortlich für die Koordination der Projekte und den zielgerichteten Einsatz der Ressourcen der Community zu sein. Die Zielsetzung hinter iT, die „integrated Technology“ habe ich zur Grundlage für die POWER-Students definiert, moderne Techniken im POWER Umfeld integriert einzusetzen. Dafür haben wir über lange Jahre durch indirektes Feedback der Studierenden Einfluss auf IBM genommen, damit dies möglich wird. Einerseits über COMMON Europe / CEAC unsere IBM Requirements gestellt, andererseits durch die jeweiligen direkten Ansprechpartner.

IBM Academic Initiative

Wir danken der IBM Academic Initiative für die Bereitstellung von Lehrmaterialien, Lizenzen und Schulungsumgebungen für die Studierenden und insbesondere Wolfgang Rother, dem Team in Ehningen für den Support und Hildegard Gerhardy für die internationale Unterstützung.

Abb. 1: Interne Startseite für Studierende – Business Coordination Software (BCS) zum Erlernen von PM und zur Verwaltung von eigenen Projekten.

Ziele

1. Eigenständige Basis-Infrastruktur für POWER-Students

Neben der Hardware der IBM Academic Initiative (IBM A I) für den Schulungsbetrieb soll eine unabhängige Infrastruktur für die POWER-Students aufgebaut werden.
Die Studierenden erlernen, diese Infrastruktur zu benutzen, weiter zu optimieren, die Integration zu verbessern und den Schutz der jeweiligen Projekte sicherzustellen. Es wäre undenkbar, eine Webseite zur Koordination der Studierenden und Sponsoren im internen Netz der IBM A. I. oder eines Unternehmens zu betreiben.
Abbildung 1 zeigt die interne Startseite für Stu­dierende, die hier lernen ihre Projekte zu managen.
Im aktuellen Semester steht dies über 140 Studierenden zur Verfügung, die sich dann entscheiden können, ob sie das im weiteren Verlauf ihres Studiums weiter einsetzen.
Details zu BCS zeigen, dass diese Anwendung geeignet ist, vom CRM Ansatz über die Verwaltung von Sponsoren (Kunde), Studierenden (Mitarbeiter) und Dozenten (Programmmanager) bis hin zur Lieferung von Produkten und zur Koordination von Tickets, die gesamten Verwaltungsanforderungen abzudecken:
www.projektron.de/dl/7.42_Produktbeschreibung_1.0.pdf
Die Herausforderung für die POWER-Students steckt in der Umsetzung, dies zu analysieren, zu konfigurieren und die Probleme im bash-, qsh-, java- Umfeld zu eliminieren. Schlussendlich kann die Anwendung die POWER-Infrastruktur als Plattform für DB oder SW as a Service benutzen – weitere Standorte für POWER-Students könnten damit sogar eigenständig, autark und gesichert betrieben werden.

2. Mehr Sponsoren

Primäres Ziel ist es, die Verwaltung der Sponsoren und Studierenden zu automatisieren, um eine bestmögliche Effizienz und damit die Grundlage für weitere Dozenten und Standorte zu schaffen, also ein Wachstum zu ermöglichen. Dazu wird die Plattform in Deutsch und Englisch betrieben.
Abbildung 2 zeigt die Einstiegsseite der POWER-Students. Diese wird in den folgenden Monaten von Studierenden zu einem leistungsfähigen Portal für Studierende, Sponsoren und Interessenten ausgebaut – die Mehrsprachigkeit ist dabei bereits aktiviert.

Abb. 2: Der Webauftritt der POWER-Students (de / en).

Je mehr Sponsoren sich hier allgemein oder speziell engagieren, desto schneller werden durch Studierende die Ergebnisse für Sponsoren verfügbar gemacht.

3. Schaffung einer transparenten Verwaltung der Projekte

Ideen für Projekte sammeln, bewerten und durch­führen ist das zentrale Ziel. Dies soll schließlich durch die POWER-Students selber und durch die Sponsoren erfolgen können. In erster Linie soll dies die POWER-Kunden in die Lage versetzen, neue Trends mit Unter­stützung der POWER-Students eigenständig einzu­setzen – entweder als Anleitung oder als Lösung.

4. POWER meets Students

Im Umfeld der Hochschulen soll eine Plattform geschaffen werden, wo Alumni Studierende ihre ­aktuellen Projekte präsentieren – sowohl für Sponsoren wie Interessenten eine ideale Gelegenheit, sich Gedanken zu machen, wie die Zukunft gemeinsam gestaltet werden kann.

Planung

Diese Forschungsthemen im POWER Umfeld sind derzeit aktuell:
• DB aaS für Webanwendungen / Betrieb als SW aaS oder nur der DB aaS?
• Analyse und Migration, Modernisierung von Druckausgaben (PRTF zu BIRT).
• Nutzung von Temporal Support, Analysemethoden für Historie-Daten (Audit).
• Semantische (kein „N“) Datenbanken, Formen der Nutzung und Integration (DWH).
• Einsatz alternativer Open Source Datenbanken auf POWER-Plattformen.
• Standardisierung von bash, qsh, java, git im POWER Umfeld (Open Source Strategien).

Links für Interessenten

Folgen Sie den Links und unterstützen Sie die Community der POWER-Students für 12 oder 24 Monate mit einem festen monatlichen oder jährlichen Betrag. Eine optimale Umsetzung bei kleinen Förderbeträgen erfordert eine Einzugsermächtigung für eine monatliche oder jährliche Abbuchung. Webseite der POWER-Students:
www.power-students.eu (EN)
www.power-students.de (DE).

 

Über den Autor

Manfred Sielhorst ist seit 2010 als Lehrbeauftragter an der Hochschule in Darmstadt und seit 1989 im Um­feld von POWER Systemen aktiv.
„Damit die Förderung der Studieren­den an 1. Stelle steht“, verwaltet er die Community als Profit Center, einzig um mehr POWER-Students fördern zu können.
„Ehrenamtlichkeit ist keine Option für Studierende.“

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