Alte IBM i Hasen kennen den Dreisatz vermutlich im Schlaf: RSTUSRPRF, RSTLIB, RSTAUT. Also als Erstes die Benutzerprofi le zurücksichern, dann die Bibliotheken und zum Schluss die Berechtigungszusammenhänge vom System wiederherstellen lassen.
Hält man sich nicht an diese Reihenfolge, passiert das oben geschilderte Unheil, das auf Systemen mit vielen dediziert vergebenen Berechtigungen zu einigem Produktivstillstand führen kann.

Ähnliches kann passieren, wenn man beispielsweise Datendateien per SAV_/RSTOBJ von einem System auf ein anderes überträgt. Ursache für die Berechtigungsverluste ist, dass bei Objekten nur die Berechtigungen des Eigners, die *PUBLIC-Berechtigung und die Primärgruppe hinterlegt sind und auch nur diese bei den SAVOperationen
gespeichert werden. Alle explizit zugewiesenen privaten Berechtigungen sind bei den jeweiligen Benutzerprofi len hinterlegt, die in diesem Fall naturgemäß nicht gesichert und auf das Zielsystem übertragen werden.
Statt nun auf dem Zielsystem alle privaten Berechtigungen manuell nachzutragen, sollte man das mit Betriebssystemversion V5R4 eingeführte Schlüsselwort PVTAUT mit dem Parameter *YES bei der Sicherungsoperation verwenden. Dieser Parameter sorgt dafür, dass mit dem Objekt auch die privaten Berechtigungen gespeichert und auf dem Zielsystem mit dem selben Schlüsselwort zurück gespeichert werden können.
Die alten IBM i Hasen sollten ihren Standard-Dreisatz für System-Wiederherstellungen oder System-Migrationen dennoch nicht ad acta legen: IBM rät explizit davon ab, PVTAUT(*YES) für diese Operationen zu verwenden. Der zeitliche Mehraufwand ist einfach zu groß.


