von Michael Weber

Funktionieren meine Anwendungen, meine Datenbank nach einem Version bzw. Releasewechsel auf IBM® i 7.2 ? Diese Überlegungen und vor allem eine Planung gilt auch für ältere Server der POWER6-Generation, da diese von IBM® i 7.2 noch unterstützt werden.
Dieser Artikel beschäftigt sich im ersten Teil mit den Planungen eines Hardwareumstiegs auf die neuen POWER8 Systems Server und einen Upgrade des Betriebssystems auf POWER6. Im zweiten Teil dann mit den Planungen des Software–Upgrade auf IBM® i 7.2 .

Bild 1: IBM i System–Unterstützung
- IBM i V5R4 ist vom Vertrieb bzw. vom Support zurückgezogen > Verlängerung als Service Vertrag möglich. IBM i V6R1 ist vom Vertrieb bzw. vom Support zurückgezogen > Verlängerung als Service Vertrag möglich.
- POWER7+ 750/760 unterstützt nicht Native-I/O. 6.1. PureFlex muss eine Client LPAR von 7.1 oder später sein.
- benötigt Technology Refresh 8 (TR8) .
- kein IOP oder HSL –Unterstützung.
http://www-947.ibm.com/systems/support/i/planning/upgrade/osmapping.html
Legende zu Bild 1: IBM i System–Unterstützung
IBM i System – Unterstützung
Diese Tabelle zeigt, welche Power Server mit welchem IBM i Betriebssystem unterstützt werden.
IBM® i 7.2 ist für die POWER6 Power Server 520, 550, 560, 570 und 595 sowie für die POWER6 BladeCenter Modelle JS12, JS22, JS23 und JS43 das letzte unterstützte Release.
Die „Load Source-Grösse wurde auf 70 GB erhöht.
Für eine erfolgreiche Installation von IBM® i 7.2 müssen für jeden Server und jede logische Partition folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Die Mindestgröße der „Load Source“-Platte für IBM® i 7.2 beträgt 70 GB. Diese Größe basiert auf einem Speicher mit 520-Byte-Sektoren und bezieht sich auf sogenannte interne Platten.
Zwei Warnhinweise:
- Werden für die IBM i-Partition Platten mit 512-Byte-Sektoren verwendet, beispielsweise eine Partition, auf der IBM i gehostet ist, oder IBM i auf Speicher, der über virtuelles SCSI angeschlossen ist, muss der für die „Load Source“ (Ladequelle) zugeordnete Speicher eine Grösse von ungefähr 80 GB aufweisen, damit die IBM i-Partition die erforderlichen 70 GB erkennen kann.
- Verwenden Sie eine 70-GB-„Load Source“- Platte, die in eine RAID 5- oder RAID 6-Konfiguration aufgenommen werden soll, müssen Sie das Upgrade auf 7.2 durchführen, bevor Sie RAID konfigurieren. Nach dem Upgrade können Sie RAID einschließlich der „Load Source“ starten.
Vor dem Upgrade müssen Sie sicherstellen, dass der Server die Plattenspeichervoraussetzungen für Upgrades erfüllt. Suchen Sie im IBM Knowledge Center unter dem Thema „Ensuring the system meets disk storage requirements for upgrades“ nach entsprechenden Anweisungen.
Der Link ist: http://www.ibm.com/support/knowledgecenter/ssw_ibm_i_72/rzahc/rzahcevaldskstorreq.htm
- Ferner benötigen alle Servermodelle, auf denen IBM i 7.1 oder frühere Releases installiert sind, mehr reservierten Speicher, bevor IBM i 7.2 installiert werden kann. Das Upgrade wird während der Installation gestoppt, wenn kein zusätzlicher Speicherplatz hinzugefügt wird. Suchen Sie im IBM Knowledge Center unter dem Thema „Required: Allocating additional space for Licensed Internal Code“ nach entsprechenden Anweisungen.
Der Link ist: http://www.ibm.com/support/knowledgecenter/ssw_ibm_i_72/rzahc/allocatespacelic.htm
In vielen Fällen hat auf diesen Systemen die „Load Source“–Platte geringere Kapazitäten wie z.B. 17-35 GB. Dies rührt ursprünglich noch von IBM i V5Rx.
Bild 2: RIO/HSL – Gehäuse



System i
#5095 Tower
Mit Ankündigung von IBM® i 7.2 TR1 (Technology Refresh) haben diese Voraussetzungen für die „Load Source-Platte bei sogenannten „externen“ Plattensystemen, wie z.B. der IBM Storwize–Familien, keinen Einfluss mehr. Hier sind i.d.R. die Speicherkapazitäten (LUNs) grösser definiert.
Bei der Migration auf neue POWER8 Server werden im Normalfall grössere Plattenspeicherkapazitäten konfiguriert.
Eine direkt an das System (POWER6) angeschlossene Operations Console wird in IBM® i 7.2 nicht unterstützt. Wenn Sie ein Upgrade ausgehend von IBM® i 6.1 durchführen und eine Operations Console derzeit direkt an das System angeschlossen ist, müssen Sie die Konsole ändern, bevor Sie die Installation oder das Upgrade der IBM i-Software auf dem System starten. Andernfalls schlägt die Installation mit unvorhersehbaren Ergebnissen fehl. Weitere Informationen zum Ändern von Konsolen finden Sie unter Changing consoles im IBM Systems Hardware Information Center.
Unterstützte Konsoltypen auch für POWER7/7+ und POWER8, ist die LAN Console oder die Hardware Management Console (HMC).
http://www-01.ibm.com/support/knowledgecenter/ssw_ibm_i_72/rzajr/rzajrchangeconsoletype.htm?lang=de
Grundsätzlich unterstützt POWER8 kein RIO/HSL mehr, d.h. alle an einem solchen Loop angeschlossenen Erweiterungsgehäuse oder Einschübe können nicht mehr verwendet werden. Aber auch auf POWER6 Servern ist dies mit IBM® i 7.2 nicht mehr möglich.
Bei Kunden, die POWER6 mit RIO/HSL-Loops verwenden, kann IBM® i 7.2 von IBM i 7.1 oder IBM i 6.1.1 auf dieser Hardware gehostet werden. Weitere Informationen sind im Abschnitt „IBM i hosting IBM i“ im Kapitel über Virtualisierung in folgendem IBM Redbook zu finden:
http://www.redbooks.ibm.com/abstracts/sg247858.html?Open
Feature Codes
#0595 / #5095 / 7311-D20
#0694
#0696
#5790 / 7311-D11
#5094 / #5294 / #5096 / #5296
#5088 / #0588
#5791 / #5294 / 7040-61D
IBM® i 7.2 auf POWER6 unterstützt keine IOPs oder IOP-basierten Adapter mehr.
Für alle E/A-Anschlüsse (mit Ausnahme von Twinax und IXS) sind Smart IOA-Optionen (IOPless) verfügbar, die eine effizientere E/A-Anschlussmöglichkeit bieten. Kunden mit IOP-basierten E/A-Anschlüssen müssen ihre IOPs umstellen, um das Upgrade auf IBM® i 7.2 zu ermöglichen.
IOP-Feature-Codes sind:
- #2843
- #2844
- #2847 (SAN Boot)
- #3705
Bestimmte Einheiten werden von IBM i mit oder ohne IOP unterstützt. Einige ältere Bandarchive wie beispielsweise das Bandarchiv 3590 brauchen einen IOP-basierten Adapter. Oder es kann zu funktionalen Unterschieden kommen, wenn kein IOP vorhanden ist, z. B. benötigen SDLC oder X.25, die über WAN/LAN-Adapter angeschlossen sind, einen IOP.
Nachstehend finden Sie eine unvollständige Liste der Adapter, die auf POWER6-Servern unterstützt werden und einen IOP benötigen:
- #4746 Twinax Workstation Controller (d. h. keine Bildschirme/Drucker mit Twinax-Anschluss, ausser wenn eine OEM-Konvertierungseinheit verwendet wird)
- #4812/4813 Integrierter xSeries-Server (IXS) (alternativ iSCSI verwenden)
- #2757/2780/5580/5778 Plattencontroller (neuere Plattencontroller verwenden)
- #2787/5761/5760 Fibre Channel-Adapter (neuere Fibre Channel-Adapter verwenden)
- #2749 HVD-SCSI-Adapter oder Ultra Media

System i #5095 Tower
Bandeinheiten und optische Einheiten, die unter IBM i 7.2 nicht unterstützt werden
Die folgenden Typen von Bandeinheiten und optischen Einheiten haben entweder das Ende des Servicezeitraums erreicht, wurden nur auf POWER5 unterstützt oder benötigen zum Anschluss einen IOP.
Sie werden unter IBM® i 7.2 nicht unterstützt.
- IBM 3995 Optical Library
- 3570 Bandarchiv – alle Einheitentypen
- 3573 Bandarchiv mit LVD-LTO3- und HH-LTO3-Bandlaufwerken
- 3575 Bandarchiv – alle Einheitentypen
- 3576 Bandarchiv mit LVD-LTO3-Bandlaufwerken
- 3490 Bandeinheit und Archiv – alle Modelle
- 3580-001 HVD-Bandlaufwerk
- 3580-002 HVD-Bandlaufwerk
- 3580-002 LVD-Bandlaufwerk
- 3580-003 LVD-Bandlaufwerk
- 3581 Bandarchiv – alle Laufwerktypen
- 3582 Bandarchiv – alle Laufwerktypen
- 3583 Bandarchiv – alle Laufwerktypen
- 3584 Bandarchiv mit HVD-LTO1- und LTO2-Laufwerken
- 3584 Bandarchiv mit LVD-LTO2-Laufwerken
- 3590 Bandeinheit und Archiv – alle Modelle
- 5753 SLR60-Bandlaufwerk
- 5754 SLR100-Bandlaufwerk
- 5755 HH-LTO2-LVD-Bandlaufwerk
- 7207-122 SLR5-Bandlaufwerk
- 7207-330 SLR60-Bandlaufwerk
- 7208 8-mm-Bandlaufwerk – alle Modelle
- 9348 1/2-Zoll-Bandlaufwerk mit Spule

Bild 3: Memo to User
IBM i Memo to User
Diese Informationen helfen bei der Vorbereitung des aktuellen Systems für die Änderungen und bei der Verwendung des neuen Releases.
Im Memorandum für Benutzer finden Sie Informationen zu den Änderungen in Version 7 Release 2 Modifikationsstufe 0 (V7R2M0), die sich auf Ihre Programme oder den Systembetrieb auswirken können.
http://www-01.ibm.com/support/knowledgecenter/ssw_ibm_i_72/rzaq9/rzaq9.pdf?lang=de
IBM i Pre Upgrade Verification Tool
Das IBM Pre-Upgrade Verification Tool für IBM i wurde entwickelt, um sicherzustellen, dass der Upgrade erfolgreich durchgeführt wird. Das Tool erstellt eine Check-Liste und stellt sicher, dass die erforderlichen Schritte vor dem Upgrade abgeschlossen wurden und zeigt die fehlenden oder inkorrekt ausgeführten Schritte an.
http://www-01.ibm.com/support/docview.wss?uid=nas8N1014074
Teil 2: Planungen des Software – Upgrade / Releasewechsel auf IBM® i 7.2.
Über den Autor
Der Autor Michael Weber ist Senior IT Spezialist für Power Systeme bei der IBM Deutschland GmbH und per email erreichbar unter : mweber@de.ibm.com




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