Computing on Demand: Marketing Hype oder Realität?

11. November 2008 | Von | Kategorie: Strategische Berichte

Ein Artikel NEWSabonennten: Die neue IBM On-Demand-Strategie dominierte die diesjährige Partner World Konferenz in New Orleans und wurde von den Business Partnern mit offensichtlicher Begeisterung aufgenommen.

von Wayne Madden

Über den Übersetzer

Übersetzt und für den deutschsprachigen Markt überarbeitet von Joachim Riener.

Die neue IBM On-Demand-Strategie dominierte die diesjährige Partner World Konferenz in New Orleans und wurde von den Business Partnern mit offensichtlicher Begeisterung aufgenommen. Das erste Mal seit vielen Jahren scheint IBM auf eine gemeinsame Mission fokussiert zu sein – die Einrichtung eines IT Umfeldes, das großen und kleinen Kunden gleichermaßen die Möglichkeit gibt, Lösungen zu implementieren, in denen auf bestmögliche Weise Software und Services mit interner oder externer Computerleistung integriert sind. Das lässt die Frage aufkommen, ob es sich hierbei um eine umsetzbare und wirtschaftlich interessante Vision handelt oder eher um eine Initiative, die in erste Linie dazu dienen soll, IBM Lösungen besser zu vermarkten.

Im Grunde ist es beides. Aus Marketingsicht ist „Computing on Demand“ für IBM ein exzellenter Ansatz, eine gemeinsame Linie für die Unternehmensmission zu definieren. IBM hatte binnen der vergangenen zehn Jahre einige Mühe mit der Positionierung der unterschiedlichen Produkte. Die Hardwarelinien wurden nach Kundengröße oder spezifischen Betriebssystemplattformen positioniert. Eine Softwarevision war mehr oder weniger gar nicht vorhanden (das Angebot war jeweils auf die spezifischen Kundenbedürfnisse ausgerichtet). „Computing on Demand“ schafft aber nun eine Leitlinie sowohl für die IBM Hard- und Softwareentwicklung als auch für das unternehmenseigene Marketing. Gelingt IBM die wirtschaftliche Umsetzung dieser Strategie, die von Sam Palmisano als 10-Milliarden-$-Projekt benannt wurden?

Das führt uns zu dem schwierigeren Teil der Frage – handelt es sich bei dieser Vision um eine reale Technologie? Als eigenständige, reale Technologie existiert On-Demand- Computing sicherlich nicht. Im Grunde ist es eine Zusammenfassung von mehreren Technologien – Web Services, Open Standards, Grid Computing und Self-Healing Systems, all das zusammengenommen bedeutet aber auch die Implementierung eines völlig neuen Modells unternehmensweiter Datenverarbeitung.

Die in einem Unternehmen letztlich tatsächlich zum Einsatz gelangenden Technologien können hierbei – bedingt durch die spezifischen Anforderungen – durchaus variieren. Bringen die Aufgabenstellungen in einem Unternehmen größere Schwankungen in der Menge der physikalisch benötigten Rechenleistung mit sich, wird der Wunsch nach einer Hardware vorhanden sein, die bei Bedarf eine zeitlich begrenzte Anmietung zusätzlicher Rechenleistung erlaubt. Dies kann entweder lokal auf dem installierten System oder aber über ein Grid-Netzwerk geschehen, über das bei Bedarf zusätzliche Rechenleistung zur Verfügung gestellt werden kann.

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